Erkelenz: Ehrenamtler sind stark verunsichert

Erkelenz : Ehrenamtler sind stark verunsichert

Üblicherweise treffen sich die Mitglieder des Arbeitskreises Soziales Engagement im Rahmen des Runden Tisches, um neue Projekte oder Hilfeersuchen abzuklären und die Helfer damit vertraut zu machen.

In dieser Versammlung in der Cafeteria des Rathauses war es jedoch anders. Arbeitskreisleiter Franz-Josef Lennertz begann die Sitzung mit dem Hinweis, an diesem Abend müsse die Regel „arbeiten, nicht reden”, durchbrochen werden, weil ein besonderes Problem zu klären sei.

Er berichtete, dass er und Josef Fedler bei einem Einsatz zum ersten Mal einen Schaden verursacht hatten, den sie selbst tragen mussten. Außerdem müssen sie nach der der Abwicklung auch höhere Versicherungsprämien bezahlen. Die Stadtverwaltung habe nämlich erklärt, das ehrenamtliche Engagement der Arbeitskreismitglieder sei nicht über die Kommune versichert.

Nur Ratsmitglieder und sachkundigen Bürger hätten den Versicherungsschutz. Wegen der möglichen Auswirkungen für die Ehrenamtler war Lennertz zunächst nicht bereit, unter diesen Umständen weiter Arbeit zu verrichten. Er wollte eigentlich das Handtuch werfen.

In einem Gespräch versprach allerdings der Erste Beigeordneten Dr. Hans-Heiner Gotzen, einen „versicherungstechnischen Ausweg” zu suchen. Bis zur Problemlösung machte Lennertz einen Vorschlag, dem die Arbeitskreismitglieder zu- stimmten. Er nahm das Beispiel der „Heinzelmänner” der Senioren-Initiative zum Vorbild.

Die „Heinzelmänner, die ihre verdienstvolle ehrenamtliche Hilfe Mitbürgern leisten, haben für ihre Helfer eine eigene Versicherung, die für die Mitglieder des Arbeitskreises Anwendung finden soll. Um den Regularien der Heinzelmännchen zu genügen, sollen vor übergehend die Ehrenamtler des AK Soziales Engagement ihre Aufträge schriftlich formulieren.

Dann stünden sie auch unter dem Schutz der „Heinzelmännchenversicherung”. Man ist eben flexibel und hofft darauf, dass Gotzen eine Lösung bis zur nächsten Sitzung am 28. April findet. Das Büro des Arbeitskreises ist umgezogen, wie Lennertz mitteilte.

Es befindet sich in der dritten Etage der Stadtbücherei. Innerhalb der Büchereiöffnungszeiten ist es dienstags und donnerstags zwischen 10 und 11.30 Uhr zu erreichen. Ein neuer Telefonanschluss ist beantragt. Bis zur Einrichtung kann in Eilfällen Franz Josef Lennertz unter 02432/5902 angesprochen werden