Wassenberg: Echtes Aushängeschild für Wassenberg

Wassenberg : Echtes Aushängeschild für Wassenberg

Bei kühlem, aber beständigem Wetter strömten an beiden Tagen die Besucher aus allen Himmelsrichtungen heran. Mittelpunkt des Weihnachtsmarktes war wieder der Roßtorplatz.

Eine eigene Arbeitsgruppe des Gewerbevereins Wassenberg hatte schon vor Jahresbeginn mit der „Generalkur” begonnen. Viele Ideen und allein 8000 Euro aus der Kasse des Gewerbevereins hatten zusammen mit vielen fleißigen Händen die Verschönerung möglich gemacht.

Eine ganze Reihe niedlicher Holzhäuschen hatte der Gewerbeverein auf eigene Rechnung angeschafft. Sie gaben mit ihren kleinen, aber feinen Angeboten zusammen mit der Geschenkekutsche und großen Tannenbäumen dem beliebten Platz einen besonderen Reiz.

Festlich geschmückt

Die Kinder der Kindergärten St.Georg, Arbeiterwohlfahrt und „Regenbogen” (Johanniter) hatten die Bäume am Vortag festlich geschmückt.

Die Firma Welters und Brigitte Kremers vom Vorstand des Gewerbevereins hatten da zusammen mit weiteren Helfern das richtige Gespür für Aktivität und große Wirkung gezeigt.

An den vielen Ständen im großen Flanierrund des Weihnachtsmarktes wurde dem kleiner gewordenen Geldbeutel Rechnung getragen: Die Geschenke waren deshalb nicht einfallsloser, eher noch persönlicher. Die Krippenbauer offerierten sogar handgearbeitete Krippen aus Naturmaterialien mit 30 Prozent Preisnachlass sagenhaft günstig.

Schnitzarbeiten, Blumengestecke und Modeschmuck waren neben Lederwaren und nützlichen kleinen Helfern für den Haushalt die Renner. Gott sei Dank hielten sich „Kleiderständer” billiger Qualität diesmal stark in Grenzen und auf die Marktränder beschränkt. Hilfe für Ruanda oder Tschernobyl, Rurtal-Schule sowie andere Organisationen und Institutionen machten auf sich aufmerksam.

Hinter dem Roßtor und geschickt im riesigen Marktbereich verteilt, lockten Vanille- und Bratendüfte die hungrigen Kunden an die Stände zum Schmausen und Plaudern mit alten Bekannten.

Die örtlichen Anbieter waren im Vorteil: Die Feuerwehr mit herbstlichem Geschnetzelten, die KG Kongo mit ihren Spitzen-Reibekuchen, der Männergesangverein 1860 mit Glühwein und leckerem Gebratenem und nicht zuletzt die „Kapuziner” in der „Kapuzinerklause” im wohlig warmen Toreingang des Hauses Heidemanns mit deftiger Erbsensuppe, heißem Kakao und anderen wärmenden Getränken. Der Umsatz soll überall gut gewesen sein. Es kam aber nicht allein aufs Geld an, sondern mehr noch auf Kommunikation der Menschen miteinander.

„Roter Teppich”

Das Café „Post” hatte seinen „roten Teppich” ausgerollt - mit geschmückten Eingangsbögen. Damit spielte der beliebte Treffpunkt wohl auch auf die Ursprünge vom ehemaligen „Hotel zur Post” an, das einen „Roter Teppich” genannten Tanzsalon unterhielt.

Eine Bläsergruppe des Instrumentalvereins Effeld spielte schon zur Eröffnung des Marktes durch Bürgermeister Manfred Winkens und den Gewerbevereinsvorsitzenden Frank Sodermanns, die zusammen mit Stadtverordneten und Vorstandsmitgliedern des Gewerbevereins am Samstagmorgen einen Rundgang unternahmen.

Wassenbergs neuer Bürgermeister freute sich über die vielschichtige Aktivität des Gewerbevereins und den großen, auch finanziell nicht unwichtigen Schritt zur „Restaurierung” des Weihnachtsmarktes, der ein echtes Aushängeschild für die Stadt Wassenberg und das Gewerbe sei. Frank Sodermanns bedankte sich im Namen seiner Mitstreiter für die Unterstützung der Stadt, die tatkräftig geholfen habe, die anstehenden Straßenbauarbeiten auf einen günstigeren Zeitpunkt zu verschieben.

Krippenspiel aufgeführt

Auf dem großen Platz unterhalb des Burgberges, an dem kürzlich die Archäologen Grabungen für den Wiederaufbau vorgenommen haben, nutzten die Schülergruppen der beiden Wassenberger Grundschulen die „Gunst der Stunde” zur Aufführung eines lebenden Krippenspiels auf einem Bühnenwagen. Krippenspiele gab es auch in der Georgs-Propsteikirche im Rahmen der sehr sehenswerten weihnachtlichen Aktivitäten der Pfarre.

Das Schönste aber war die abendliche festliche Beleuchtung mit abertausenden Glühbirnen an Burg, Kirchturm und den hunderten Ständen. Spätestens da kam bei vielen Menschen weihnachtliche Vorfreude auf.