Drittes Euro-Jugend-Seminar abgeschlossen

Drittes Euro-Jugend-Seminar abgeschlossen

Kreis Heinsberg. Als exzellenter Gastgeber für 32 Jugendliche aus sieben europäischen Ländern präsentierte sich der Kreis Heinsberg.

Eine Woche lang waren Axel Schiffer und Roman Schins vom Kreissportbund die Herbergsväter.

Dank der Sparkassenstiftung wurde dieses dritte Euro-Jugend-Seminar möglich, wobei der Vorstand des Stiftung bei der Abschlussbesprechung auch weiterhin Unterstützung zusicherte.

„Hallo liebe Europäer und Europäerinnen”, begrüßte Willi Engels, Vorsitzender des Kreissportbundes Heinsberg, 32 Jugendliche aus sieben Nationen sowie zahlreiche Ehrengäste zur Abschlussveranstaltung des dritten Euro-Jugend-Seminars.

In der Schwimmschule von Übach-Palenberg waren die Jugendlichen zu Gast. „Wir haben viel unternommen und sehr schnell ist die Gruppe zusammengewachsen.

Natürlich gab es hier und da einige Verständigungsprobleme”, blickte Engels zurück, sah jedoch eine mehr als harmonische Gruppe, wobei viele neue Freundschaften geschlossen wurden.

Landrat Karl Gruber als Schirmherr zeigte sich beeindruckt, dass die jugendlichen Teilnehmer ihre Augen nicht verschlossen und sich mit jugendspezifischen Problemen auseinander gesetzt hätten. „Es lohnt sich, für ein vereintes Europa einzutreten”, so Gruber.

Diskussionen über Drogen oder zum Beispiel Jugendkriminalität waren Schwerpunkte, wobei der Besuch in der Justizvollzugsanstalt Heinsberg einen nachhaltigen Eindruck hinterließ.

Teilnehmerin Nadine Wöbel aus dem Kreis Heinsberg sprach für alle: „Wir wussten nicht, was uns in der JVA erwartete. Dieses Gespräch war sehr informativ und hat uns zum Nachdenken angeregt.”

Nicht nur für die sportbegeisterten Teilnehmer war das Eishockeyspiel zwischen Köln und Iserlohn ein Highlight. Josef Kréuner aus Ungarn zeigte sich beeindruckt vom Besuch auf dem NATO-Stützpunkt Geilenkirchen.

Die Besichtigung eines Awacs-Flugzeugs bleibt ebenso unvergessen wie der Besuch in Brüssel. Dort waren die Jugendlichen zu Gast im Europäischen Parlament, wobei auch mit dem Besuch des Landtags in Düsseldorf die Politik nicht zu kurz kam.

Nadine Kapitza, Auszubildende der Kreissparkasse und ebenfalls Teilnehmerin, zog stellvertretend für die Gruppe ein gemeinsames Fazit: „Die wichtigste Erkenntnis war, dass wir alle gleich sind, trotz der unterschiedlichen Heimatländer. Für uns alle war es eine einmalige Chance, und wir danken allen, die uns diese Chance gegeben haben.”

Nach diesen Aussagen der Jugendlichen zeigte sich Lothar Salentin von der Stiftung der KSK im Kreise seiner Vorstandskollegen Dr. Richard Nouvertné und Hans Josef Mertens erfreut: „Damit haben wir unser Ziel erreicht. Wir wollen auch erreichen, dass man über den Tellerrand hinausschaut und live erlebt, wie unsere Nachbarn leben. Ich wünsche mir, dass Sie bleibende Erinnerungen an diese Tage hier im Kreis Heinsberg haben und das Thema Europa mit anderen Augen sehen.”

Zum Abschluss lobte Willi Engels auch die teilnehmenden Jugendlichen aus dem Kreis Heinsberg: „Auch Ihr habt Euch als gute Gastgeber präsentiert. Natürlich ist so eine Woche auch viel Arbeit für uns, jedoch es macht uns allen vom Kreissportbund auch sehr viel Freude.”