Dorfdialoge setzten neue Duftmarke

Dorfdialoge setzten neue Duftmarke

Hückelhoven (an-o) - "Raus aus den Ferien, rein in die Nabendzusammen-Show" - unter diesem Motto stand die erste Ausgabe der unverdorbenen Lachshow nach der Sommerpause. Mit durchweg mitreißenden Künstlern erlebte die gut besetzte Aula den Start in die letzte Staffel dieser Art.

Ab dem nächsten Jahr soll manches anders werden, wenn die seit sieben Jahren fest etablierte Comedyshow mit einem neuen Konzept arbeitet. Hoffentlich erhalten bleiben die unvergleichlichen Dorfdialoge zwischen Hastenraths Willi und Josef Jackels, die sich diesmal um eine umgestürzte Pappel am "Verkehrsknotenpunkt Feldweg nach Brüggelchen/Trampelpfad am Friedhof" drehten.

"Relativ sympathischer Halbprominenter"

Rurtaltrio-Hälfte Marc Breuer alias Manfred Mustermann testete als "relativ sympathischer Halbprominenter aus der Region" die Begeisterungsfähigkeit der Zuhörer für gehobene Literatur und verbreiterte des Publikums Horizont mit dem erbaulichen Text "Als ich mal eine Büttenrede halten musste".

Käthe Lachmann aus Hamburg gilt als eine der eher seltenen weiblichen Stars der Comedyszene. Altklug und naseweis, überdreht und unbeholfen führte sie mit überkandidelter Soapstarstimme in die hohe Kunst des Kuchenbackens ein. Für ihre schräge Tanz- und Gesangseinlage heimste sie begeisterten Applaus ein.

Totaler Kontrast

Ein totaler Kontrast schon rein optisch kam in Gestalt des Ruhrgebiets-Berufsjugendlichen und eingefleischten Heavy-Metal-Rockers Moses W. auf die Bühne. Er verpackte seine Themen aus der guten, alten Zeit in fetzige und witzige Songs und stellte die elementare Frage: "Warum schmecken Freibadpommes nur im Freibad nach Freibadpommes?"

Aus seinem neuen Programm "Nachts geht mehr" dozierte Stephan Bauer als Schlusspunkt des Abends frech-charmant und mit eleganten Wortscharmützeln über Unterschiede zwischen den Geschlechtern, Börsendiskussionen auf Parties und die drei Stufen jeder Beziehungskiste: "Kuscheln, Klammern, Katastrophenmanagement".