Kreis Düren: DNA-Spuren überführen Dürener Serien-Einbrecher

Kreis Düren : DNA-Spuren überführen Dürener Serien-Einbrecher

Die Beweislage war erdrückend: Bei seinen Diebestouren hinterließ ein inzwischen 43 Jahre alter Einbrecher aus Düren unverwechselbare DNA-Spuren, die bei den Ermittlungen geradewegs zu ihm führten.

Jetzt hatte er sich vor dem Dürener Schöffengericht zu verantworten.

Wegen einer anderen Verurteilung sitzt der Mann bereits in einem Düsseldorfer Gefängnis ein. Über einen Zeitraum von etwa 15 Monaten zwischen Ende 2012 und Frühjahr 2014 steuerte der 43-Jährige für seine Diebeszüge stets öffentliche Einrichtungen an. Selbst an Heiligabend 2012 brach er in eine Birkesdorfer Schule ein. Weitere Tatorte waren die Kindergärten in Hambach, Kreuzau und Merzenich und die Heinrich-Böll-Gesamtschule. Zwischendurch verlegte er seine Einbruchstouren in Richtung Rhein. Gleich nachdem der Vertreter der Staatsanwaltschaft die Anklageschrift verlesen hatte, zeigte sich der 43-jährige — auch angesichts der zahlreichen genetischen „Fingerabdrücke“ — geständig.

Grund für die Diebeszüge sei seine Rauschgiftabhängigkeit gewesen, denn nach Bekanntwerden einer Krebserkrankung im Jahr 1994 habe er zunächst Cannabis geraucht und sei dann auf Kokain und Heroin umgestiegen.

Zwei Therapien in den Jahren 2004 und 2005 habe er wieder abgebrochen. Die Einbruchsdiebstähle habe er begangen, um mit dem Verkauf der Beute seine Suchtmittel zu finanzieren. Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richterin Verena Neft verurteilte den einschlägig vorbestraften Angeklagten unter Einbeziehungen eines Urteils des Amtsgerichte Düren von 2012 zu einer Gesamt-Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten. Eine Bescheinigung des Düsseldorfer Gefängnisses bestätigte, dass der 43-Jährige seit dem Haftantritt im März auf Drogen verzichtet.

(hp)