Hückelhoven: Disput über HdB oder Datscha am See

Hückelhoven : Disput über HdB oder Datscha am See

Die Haushaltsberatung war Anlass, das derzeit schwelende Thema Holzhütte am Adolphosee oder Haus der Begegnung in Bammisch ausgiebig über den Sitzungstisch zu ziehen.

So ließ es sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Willi Spichartz nicht nehmen, dem Bürgermeister und der CDU „Trickserei und Täuschung” vorzuwerfen. Dem Rat und dem Jugendhilfeausschuss sei bislang kein Konzept vorgelegt worden, weshalb es auch nicht möglich sei, über die mit 210.000 Euro bezifferte Finanzierung der „Datscha am See” zu entscheiden.

Spichartz mutmaßte, mit der Erschließung des Grundstückes, das ein Geschenk des Eigentümers Spies von Büllesheim ist, sei der Einstieg in die touristische Nutzung des Sees und der Ausstieg aus dem Landschaftsschutz geplant. Das Geld solle nach seiner Auffassung für die Sicherung und den Betrieb des Hauses der Begegnung (HdB) in Bammisch investiert werden, denn „man kann das Geld nur einmal ausgeben”.

Seitens der Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer könne der Bestand des HdB bis 2010 nicht garantiert werden. Dies habe Bürgermeister Jansen die Öffentlichkeit aber glauben machen wollen. Jansen konterte direkt und zeigte einen Brief, den er von Pastor Klaus Jansen sowie dem Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Heinz-Willi Schorn erhalten hatte.

Darin wird sowohl vom mangelndem Interesse der Ratheimer Ortsvereine zur Nutzung des in die Jahre gekommenen HdB als auch von Signalen seitens des Bistums gesprochen, das Gebäude bis 2010 weiterhin zu finanzieren. Bis dahin hoffe man auf eine Lösung für die weitere Verwendung und die Unterstützung der Stadt. Daher, so Jansen, bestehe derzeit keine Veranlassung, beim HdB tätig zu werden.

Spichartz erinnerte Jansen ebenfalls an sein vor drei Jahren gegebenes Versprechen, das HdB im Falle einer Aufgabe durch die Pfarre zu übernehmen. Spekulationen darüber, dass die SPD das HdB als Grund suche, um den Haushalt ablehnen zu können, seien falsch. Auch sei es kein „Wahlkampfgetöse”, denn dazu sei das Thema viel zu ernst. Er zeigte sich zuversichtlich, dass man sich mit der Pfarrgemeinde auf einen angemessenen Kaufpreis einigen könne, da diese dann einen Kostenträger los sei. Das HdB müsse angesichts der rund 3000 Einwohner als soziales Zentrum und Begegnungsstätte im oberen Ratheim erhalten bleiben. Die SPD setze bewusst „HdB gegen Datscha am See”