Wassenberg: „Diesen Torso hat das Projekt nicht verdient”

Wassenberg : „Diesen Torso hat das Projekt nicht verdient”

„Es wäre zu wünschen im Interesse des Projektes, dass da schnell etwas geschieht. Wir sind gesprächsbereit, reden mit allen und wollen eine Lösung finden”, hoffte Bürgermeister Manfred Erdweg am Mittwochabend während der Ratssitzung auf einen baldigen Durchbruch in der Rothenbach-Problematik und reagierte damit auf eine Sachstands-Nachfrage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Ewald Schmitz.

Die vorgesehene Umwandlung des ehemaligen Mercury-Kasernengeländes in eine zivile Nutzung für Freizeit und Erholung stockt seit einiger Zeit; ein erneuter Investorenwechesel könnte bevorstehen.

Erst am Freitag, so bestätigte der Bürgermeister auf Anfrage unserer Zeitung, hat ein weiteres Gespräch („Das vierte oder fünfte.”) mit möglichen neuen Interessenten stattgefunden. Über Namen und Inhalte wollte er nichts sagen, Vertraulichkeit ist oberstes Gebot.

„Diesen Torso, den wir da zur Zeit haben, hat das Projekt nicht verdient”, meinte Erdweg. Schließlich sei es ja „ein gutes Projekt, das Reiz für Investoren hat”. Letzten Endes aber sei alles „ein Rechen-Exempel” mit Risikoabwägung.

Denkbare Möglichkeiten, so ist anzunehmen, wären der Einstieg eines oder mehrerer Interessenten in die bestehende „Rothenbachpark Grundstücksgesellschaft mbH” oder die komplette Übernahme des Projektes durch neue Investoren.

Nach wie vor gilt aus Sicht des Bürgermeisters die bereits im Rat geäußerte Zuversicht, dass noch „ein Fünkchen Hoffnung” besteht. Bereits für Montag ist ein weiteres Gespräch terminiert.

Ein wenig Luft haben Stadt und Investoren laut Erdweg auch noch, um den Kreisverkehr an der L 117/K 21, der zur Erschließung des Rothenbachpark-Geländes geplant ist, im Jahr 2003 zu verwirklichen. Auf diesen Punkt sprach Schmitz die Verwaltungsspitze ebenfalls erneut an.

Drei Punkte müssten nach Auskunft des Bürgermeisters jedoch zuvor geklärt sein:

die noch ausstehende zweite Unterschrift eines der Investoren unter den entsprechenden Vertrag ist noch zu leisten;

die Ausführungsplanung für den Kreisverkehr muss noch vorgelegt werden;

der Grundstückserwerb für das nötige zusätzliche Land muss gesichert sein.

Hierbei geht um eine Fläche von rund 500 m2, doch daran, so waren sich der Bürgermeister und Ewald Schmitz nach den bisherigen Gesprächen einig, werde der Kreisverkehr wohl nicht scheitern.

Positive verkehrliche Auswirkungen würden bis nach Effeld und Ophoven hinein erwartet. Dieser Kreisverkehr, so Erdweg gegenüber unserer Zeitung, sei „praktisch angemeldet” und das Straßenbauamt NRW sei auch über die aktuellen Schwierigkeiten informiert.

Noch sei das Bauvorhaben für 2003 nicht gestorben, funkte auch hier ein wenig Hoffnung auf.

Zum Hintergrund: Bis zum 1. Oktober mussten alle für 2003 vorgesehenen Maßnahmen angemeldet sein.

Angemeldet sei zudem der zweite Kreisverkehr auf der L 117 am Knoten „Gewerbegebiet Forster Weg”, teilte Erdweg ergänzend mit. Auch für diesen seien bereits Fördermittel beantragt.