Erkelenz: Die Vorhersage hat sich erfüllt

Erkelenz : Die Vorhersage hat sich erfüllt

„Der wird mal Schulleiter werden”, hatten Schüler und Eltern schon immer von Michael Auth behauptet. Dass es jedoch so lange dauern würde, bis sich die Prophezeiung über den beliebten Pädagogen bewahrheiten sollte, lag wohl an seiner Treue zum „Mädchengymnasium”, wie Wolfgang Stillfried in seiner Rede betonte.

Rund dreieinhalb Jahrzehnte - seit dem 30. Juli 1975 - steht Auth im Cornelius-Burgh-Gymnasium seinen Mann, ohne einen karriereförderlichen Wechsel an eine andere Schule angestrebt zu haben.

Vor rund anderthalb Jahren trat Auth kommissarisch die Nachfolge von Helmut Karg an. In dieser Zeit habe sich der „Hans Dampf in allen Gassen” als dialogbereiter „Primus inter pares”gezeigt, der die Kollegen immer wieder ermutige, ihre Ideen einzubringen und sich, so oft es geht, in die Rolle des Moderators zurückziehe.

Er habe die Herausforderung seiner neuen Aufgabe in einem Dienstalter angenommen, in dem andere Pädagogen sich schon innerlich auf den bevorstehenden Ruhestand vorbereiteten.

Auch für Auths Stellvertreter Peter Boidol fand Stillfried lobende Worte. Boidol, der vor rund einem halben Jahr vom benachbarten Cusanus-Gymnasium ans CBG gewechselt ist, habe sich schnell und gut eingelebt und vom ersten Tag an omnipräsent in Unterricht und Verwaltung eingebracht.

Stillfried beschrieb ihn als Teamplayer, der sich nicht in den Vordergrund dränge und mit einer erfrischenden Außenperspektive der Gefahr einer Verkrustung entgegenwirke, wozu er ihn ausdrücklich ermunterte. Besonders erfreulich sei, dass die Chemie zwischen dem Schulleiter und seinem Stellvertreter stimme. „Die beiden arbeiten so zusammen, als hätten sie dies schon immer getan”, betonte er.

„Die arbeiten doch schon längst”, hatte Bürgermeister Peter Jansen erstaunt festgestellt, als er die Einladung zur offiziellen Einführung von Auth und Boidol auf den Schreibtisch bekam.

Trotzdem ließ er es sich als Vertreter des Schulträgers nicht nehmen, der Veranstaltung beizuwohnen. Er dankte er den beiden für ihre Bereitschaft, diese verantwortungsvolle Tätigkeit auszuüben. Dass sie ihr Handwerk beherrschten, hätten sie bereits unter Beweis gestellt.