Selfkant-Millen: Die Trumm weist den Weg zum Klompenball

Selfkant-Millen : Die Trumm weist den Weg zum Klompenball

Wenn in Millen Kirmes gefeiert wird, dann kribbelt es besonders den Hobby-Spielmannsleuten in den Fingern. Traditionell formieren sich nämlich zur Kirmes einige Spielmannsleute am Kirmesmontag und führen den Klompenfestzug am Nachmittag an — natürlich auf Klompen. Der Klompenfestzug ist ein Stück Heimatgeschichte.

Früher brauchten die Spielmannsleute beim Festzug nur Flöte und Trommel und die dicke Trumm — in Millen ist das immer noch so. Und der Schützenpräsident gibt den Ton an. Erich Hacken, vor kurzem zum stellvertretenden Dekanatsbundesmeister gewählt, schlägt auf der Trommel den Takt. Beim Schützenkönigspaar Gerrit Lippers und Charlotte Pfundmaier folgte der erste Zwischenstopp zur inneren Stärkung, beim Prinzen Jonas Hacken der zweite.

Das hat Tradition in Selfkant-Millen: Auf Klompen führen Hobby-Spielmannsleute den Festzug an. Foto: agsb

Und dann ging es gemeinsam mit klingendem Spiel zum Schützenheim, wo zum Klompenball geladen wurde. Und in diesem Jahr wurde am Abend auch der Maibaum aufgesetzt. So sah der stimmungsvolle Ausklang der Millener Kirmes aus, die am Samstagabend mit dem Königsball begonnen hatte. Am Sonntag feierten die St.-Quirinus-Schützen zunächst eine heilige Messe und zogen in einer Prozession zum Kapellchen und zum Kriegerdenkmal, bevor die Pferdesegnung auf dem Programm stand.

Weil das Wetter sich nicht besonders freundlich zeigte, ging die Pferdesegnung rasch über die Bühne. Am Nachmittag wurde die befreundete St.-Sebastianus-Bruderschaft aus Tüddern samt Spielmannsleuten begrüßt. Am Montag wurden dann die Fahrzeuge gesegnet, auch das ist Brauch in Millen.

Die Kirmes ist vorbei, aber das nächste Event wartet schon: Der Ort bereitet sich auf den 9. September vor, wenn zum Tag der „Open Poarte“ geladen wird, alle zwei Jahre findet dieses Fest im Selfkant statt.

(agsb)