Erkelenz: Die Strohmiete brennt lichterloh

Erkelenz : Die Strohmiete brennt lichterloh

Sirenenalarm am Dienstag gegen 20 Uhr in der Erkelenzer Innenstadt: Gemeldet wurde der Brand einer Strohmiete auf einem Feld zwischen Neuhaus und Venrath.

Sofort rückte der Löschzug aus in dem Wissen, dass wohl eine Nachtschicht vor den Wehrleuten liegen sollte. Das in großen Ballen gepresste Stroh brannte bereits in voller Ausdehnung.

Die Strohmiete war nicht mehr zu löschen, so dass die Aufgabe der Wehr nur darin bestehen konnte, das Stroh kontrolliert abbrennen zu lassen und ein Übergreifen der Flammen auf ein benachbartes Waldstück zu verhindern.

Über die Ursache des Brandes gab es keine Hinweise. Brandstiftung ist ebenso möglich wie eine Selbstentzündung. Stadtbrandinspektor Wolfgang Linkens kritisierte den Bau der Miete in Waldnähe: „Der vorgeschriebene Mindestabstand von 100 Metern zum Waldrand wurde nicht eingehalten.”

Um den Wald zu sichern, wurde von den Einsatzkräften aus Erkelenz, Lövenich und Hetzerath eine so genannte Wasserwand aufgebaut. Dafür musste eine rund 300 Meter lange Rohrleitung von Neuhaus zum Feld gelegt werden. Erst nach Mitternacht konnten die Löschgruppen wieder zu ihren Standorten zurückkehren.