Kreis Heinsberg: Die SPD hat gewählt: Der Kandidat heißt Spinrath

Kreis Heinsberg : Die SPD hat gewählt: Der Kandidat heißt Spinrath

Schon bei der Lektüre der Einladung zur SPD-Wahlkonferenz zur kommenden Bundestagswahl war klar, dass der amtierende Bundestagsabgeordnete Norbert Spinrath wohl auch wiedergewählt werden würde. Schließlich stand kein Gegenkandidat auf dem Programm und es wurde bei der Veranstaltung im Bürgerhaus im Geilenkirchener Stadtteil Würm auch keiner aus dem Hut gezaubert.

Als am späteren Samstagvormittag dann das Ergebnis von 45 Ja-Stimmen, bei drei Nein-Stimmen und einer Enthaltung, verkündet wurde, war die Freude über die erneute Kandidatur groß. Zwar verfehlte Spinrath mit 91,8 Prozent der Delegiertenstimmen sein Ergebnis von 93 Prozent bei seiner letzten Aufstellung vor ziemlich genau vier Jahren.

Dennoch war der 59-jährige Polizeibeamte sehr glücklich über seine Wahl, der eine feurige Ansprache vorausgegangen war. Auf Basis eines beeindruckenden Zahlenwerks über die vergangenen drei Jahre, das dem Bundestagsabgeordneten alleine schon gut 4500 Termine bescheinigte, machte er nachdrücklich klar, warum er wieder ins Amt gewählt werden wollte.

So hätten sich in der Großen Koalition beschlossene Themen wie der Mindestlohn oder Verbesserungen für die Familien, in der Lehre, im Studium und am Arbeitsplatz auch unmittelbar im Kreis Heinsberg ausgewirkt. „Vom gesetzlichen Mindestlohn waren ein paar tausend Menschen im Kreis betroffen, so gab es Arbeitgeber auch im Kreis, die zwischen 3,80 und 4,50 Euro Stundenlohn zahlten.“

Aber auch in Sachen Gesundheit, Rente, Infrastruktur, Umwelt und der Energiewende gebe es seit der vergangenen Bundestagswahl spürbare Vorteile für die Menschen im Kreis, so Spinrath. Konkret wurde er in Sachen Verkehrswegeplanung: „Ohne meinen Einsatz bereits im Wahlkampf 2013, hätte es nicht so schnell einen Spatenstich für die Ortsumgehung Wassenberg gegeben.“

Und auch die Aufnahme von Straßen in den vordringlichen Bedarf, wie beispielsweise bei der Ortsumgehung Scherpenseel, seien ohne eine Reihe von Gesprächen zum Bundesverkehrswegeplan 2030 nicht möglich gewesen. Nach vorn blickte Spinrath in Sachen Koalition. „Im nächsten Jahr geht es darum, neue Optionen zu schaffen“, unterstrich er, und sah die SPD dabei als Senior-, statt als Juniorpartner in einer von einem SPD-Bundeskanzler geführten Regierung.

Zum aufkeimenden Nationalismus in Europa zeigte er eine deutliche Meinung: „Renationalisierung führt zum Verlust von Freiheit, zum Verlust von Frieden. Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Demokratie, und nicht weniger, sondern mehr Europa.“

„Klare Kante zeigen“

Diese selbstbewusste Haltung forderte Spinrath auch von jedem Parteimitglied ein, nicht nur im Wahlkampf. „Wir müssen sozialdemokratisch klare Kante zeigen, dann sind wir wieder wählbar“, betonte er.

Bundestagskandidat der SPD für den Kreis Heinsberg war Nobert Spinrath bereits im Jahr 2005 und 2009. 2013 zog er über die Landesliste in den Bundestag ein.

(mabie)