Erkelenz: Die Schulbezirksgrenzen müssen angepasst werden

Erkelenz : Die Schulbezirksgrenzen müssen angepasst werden

Die Schulbezirksgrenzen der Stadt Erkelenz müssen erneut der aktuellen Situation angepasst und somit verschoben werden.

Dies teilte der erste Beigeordnete der Stadt Erkelenz, Dr. Hans Heiner Gotzen, bei der Sitzung des Schulausschusses mit. Auf Grund des verstärkten Zuzuges von jungen Familien in das Baugebiet Oestricher Kamp und der rückläufigen Anzahl der Schülerzahlen in der Astrid-Lindgren-Schule im Zentrum, wurde vom Rat bereits 2002 eine Änderungssatzung erlassen, in der die ursprünglichen Schulbezirksgrenzen aufgehoben wurden und durch die Einrichtung eines Überschneidungsgebietes für alle Schulen eine gleichmäßige Klassenstärke erreicht werden sollte.

„Zum damaligen Zeitpunkt war nicht absehbar, dass der Zuzug insbesondere von jungen Familien in unverändertem Maße anhält”, erklärte Gotzen. Diese Tatsache habe schließlich dazu geführt, dass die Aufnahmekapazität der Luise-Hensel-Schule für das Schuljahr 2004/2005 erschöpft ist.

Derzeit sei geplant, unter Inanspruchnahme eines Mehrzweckraumes eine vierte Eingangsklasse zu bilden. Auf Grund der räumlichen Situation der Grundschule sei es jedoch nicht möglich, die Luise-Hensel-Schule durchgängig vierzügig zu führen, so dass bereits im Schuljahr 2005/2006 für den Einschulungsjahrgang nur eine Dreizügigkeit vorgesehen werden könne.

Die Schülerzahlen an der Franziskusschule und der Astrid-Lindgren-Schule dagegen würden derzeit stagnieren. Um inen Ausgleich schaffen zu können und möglichst gleichmäßige Klassenstärken zu erreichen, sei die Anpassung der Schulbezirksgrenzen erneut erforderlich, so die Stadtverwaltung.

Deshalb sei vorgesehen, den Schulbezirk der Astrid-Lindgren-Schule um das Wohngebiet zwischen der Anton-Heinen-Straße und der Brückstraße bis zum Ahornweg, der Karl-Platz-Straße und des Mennekrather Kirchwegs zu erweitern. Da die Schulen keine Einwände erheben, soll die Änderung der Schulbezirke zum 1. Januar 2005 in Kraft treten.

Die Ausführungen des ersten Beigeordneten wurden von der aktuell vorgelegten Gesamtschülerzahl an den Grundschulen untermauert, die sich zwar insgesamt von 1977 im Vorjahr auf 1966 verringert hat, im Detail aber zeigt, dass die Aufnahmekapazität an der Lusie-Hensel-Schule enorm gestiegen ist. Im Jahre 2003/2004 waren es 302 Schüler, für das Jahr 2004/2005 liegen 341 Anmeldungen vor, weshalb eine vierte Klasse eingerichtete werden musste.

An der Astrid-Lindgren- und an der Franziskus-Schule dagegen sind die Veränderungen bei den Aufnahmezahlen nicht so groß. Bei der Franziskus-Schule ist ein leichter Rückgang von 314 auf 310, und bei der Astrid-Lindgren-Schule ein leichter Anstieg von 189 auf 198 zu verzeichnen.

Die Gesamtschülerzahl an den weiterführenden Schulen stieg von 5093 auf 5183 ebenso an wie die Gesamtschülerzahl an der Sonderschule von 241 auf 260. Insgesamt ergibt dies für alle Schulen der Stadt Erkelenz eine steigende Gesamtschülerzahl von 7311 auf 7409.