Städteregion: Die Ombudsmänner sind in den Altenheimen willkommen

Städteregion : Die Ombudsmänner sind in den Altenheimen willkommen

Viel zu tun hatten die beiden Ombudsmänner für Seniorinnen und Senioren schon immer; doch seitdem es die Städteregion Aachen gibt, ist der Terminkalender von Simon Robert und Werner Wolff noch praller gefüllt.

Kein Wunder, bis zur Gründung der Städteregion haben sich die beiden Ehrenamtler „lediglich” um 35 Senioreneinrichtungen im alten Kreis Aachen gekümmert, seit Oktober 2009 gehören aber auch noch die Heime in der Stadt Aachen zu ihrem Zuständigkeitsbereich - theoretisch. Denn bevor die beiden Ombudsmänner auch in den Aachener Häusern ihre Arbeit aufnehmen können, müssen sie erst mit den jeweiligen Heimleitungen Verträge abschließen.

Verträge mit den Heimleitungen

Daran arbeiten die beiden fleißig und das mit gutem Erfolg. „18 Verträge haben wir bereits abschlossen, bald werden es 22 sein. Das ist ein schönes Ergebnis”, erklärte Simon Robert beim Erfahrungsaustausch der Bewohnerbeiräte aus stationären Einrichtungen, der in diesem Jahr im Seniorenbetreuungszentrum der Städteregion in Eschweiler stattgefunden hat. „Wir werden überall offen empfangen, die Resonanz ist wirklich sehr gut. Zwar erfordert der neue Aufgabenbereich viel Zeit, doch die Vertrauensbasis stimmt”, zog auch Werner Wolff ein positives Fazit.

Die Arbeit ist gerecht zwischen den beiden Ombudsmännern aufgeteilt: Während sich Wolff um den früheren Südkreis und die Außenbezirke der Stadt Aachen kümmert, ist Robert für die nördlichen Kommunen und die Einrichtungen in der Aachener Innenstadt zuständig. „Wenn wir einen genauen Überblick haben, dann werden wir das Gebiet noch einmal neu aufteilen”, blickte Wolff bereits in die Zukunft, die in den nächsten Wochen noch turbulent werden könnte.

Seit Monaten beschäftigt die beiden Vertrauenspersonen nämlich das Problem der hausärztlichen Versorgung in Heimen. Diese werde laut Heimleitungen immer schwieriger, was die Bewohner sehr belaste. Bereits im Juni hatten die Ombudsmänner deswegen ein Gespräch mit dem Gesundheitsamt der Städteregion, mit den Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) aufgenommen.

„Unser Anliegen stieß auf viel Verständnis, doch es ist eine schwierige Situation”, sagte Wolff. Allein alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, sei schwierig, weil es so viele seien. Anfang Dezember soll ein weiteres Gespräch stattfinden. Und fest steht: Aufgeben wollen die beiden Ombudsmänner nicht, ließ Simon Robert die rund 100 Vertreter der Bewohnerbeiräte wissen.

Die nutzten vor Ort die Gelegenheit, um Fragen zu stellen und aus ihren Einrichtungen zu erzählen. Dabei stieß auch der Vortrag von Veronika Schönhofer-Nellessen, Leiterin der Aachener Servicestelle Hospiz, zum Thema „das Lebensende mit soviel Lebensqualität wie möglich zu gestalten”, auf reges Interesse.

Beim Amt für Altenarbeit erreichbar

Persönlich sind die Senioren-Ombudsmänner jeden Mittwoch zwischen 10 und 12 Uhr in ihrem Büro in Würselen, Mauerfeldchen 29, beim Amt für Altenarbeit zu erreichen. Weitere Informationen gibt es unter 0241/5198-5424.

In dringenden Fällen kann eine Rückrufbitte unter 0241/5198-5422 oder -5421 bei der Amtsleitung abgegeben werden. Ansprechpartner ist Heinz Müller.