Haaren: Die Neulinge konnten nur staunen

Haaren : Die Neulinge konnten nur staunen

Drei Tage lang sorgte das 38. Haarener Oktoberfest am Wochenende auf der Festwiese für den „hellen Wahnsinn”, aber dies im positiven Sinne.

Der für die Auftaktveranstaltung am Freitag prognostizierte neue Besucherrekord wurde erreicht, der Samstag war kaum noch zu übertreffen, und beim Frühschoppen am Sonntag morgen hatte das Riesenfestzelt bereits so viele Besucher, dass Neulinge nur staunen konnten.

Die Fortsetzung des Besucherandrangs folgte am Nachmittag bis in den Abend hinein, wo beim Starauftritt von „Sandra S.” (der Name „Antonia” ist ihr laut Gerichtsbeschluss bei ihren Soloauftritten untersagt) das Publikum sich mindestens in Zehnerreihen um die Bühne drängte und voller Begeisterung mitmachte.

War das Haarener Oktoberfest zunächst vornehmlich ein Ziel für die ältere und mittlere Generation, so ist es inzwischen längst bei jüngeren Leuten „in”, und am Oktoberfest-Wochenende geht es dann nicht wie sonst in die Disco, sondern Richtung Haaren.

Großen Anteil an dieser Anziehungskraft hat nicht zuletzt der „Schwabenland-Express”. Die sechs exzellenten Musiker aus dem Raum Stuttgart um Bandleader Karl Abele, die ausnahmslos mehrere Instrumente und alle Richtungen der Unterhaltungsmusik perfekt beherrschten, lassen die Funken überspringen. Die „Schwabenländler” kommen inzwischen mindestens so gerne nach Haaren wie die Besucher.

Selbst Sängerin Ute, die eigentlich wegen einer Kehlkopfentzündung gar nicht auf der Bühne hätte stehen dürfen, hielt es nach einiger Zeit nicht mehr in der Garderobe. Bei ihrer Show an allen drei Tagen merkte das Publikum von ihrer Erkrankung überhaupt nichts.

Mit ihrem flotten, ebenfalls breitgefächerten musikalischen Repertoire sorgte am Sonntag nachmittag beim Familientag „Charlys Brass(el) Band” dafür, dass die typische Haarener Oktoberfest-Stimmung bis zum Ausklang nie abriss.

Der Hochbetrieb auf dem Kirmesmarkt vor dem Festzelt unterstrich die Zugkraft des Oktoberfestes. Selbst die jüngsten Besucher waren so begeistert, dass sie mit einem bunten Luftballon als Tanzpartner oder gemeinsam mit der Mama im Festzelt anschließend ein erstes Tänzchen wagten.

Kegelclubs und Vereine, Nachbarschaften und Schulklassen, Jung und Alt, sie alle nutzten das Haarener Oktoberfest nicht nur zum Feiern, sondern auch als Treffpunkt.

Ein Wiedersehen gibt es beim 39. Oktoberfest im kommenden Jahr gewiss mit dem Schwabenland- Express und Charlys Brass(el) Band; das ist bereits perfekt.