Erkelenz: Die „Lady” im lila Abendkleid

Erkelenz : Die „Lady” im lila Abendkleid

Die „Beautiful Lady” stand im lila Abendkleid und mit Sonnenschirm im Restaurant des Johanniter-Stifts Erkelenz, obwohl das Sommerfest eine Etage höher stattfand. Denn bei der schönen Frau handelte es sich um das Hauptmotiv auf einem Acrylbild von Monika Greven, das an der Wand hier hing.

Die Erkelenzerin eröffnete gemeinsam mit Olga Stens, ebenfalls aus Erkelenz, die dreimonatige Ausstellung „Kunst ist immer jung” und zwar beim traditionellen Johannisfest, das im Restaurant und auf dem Außengelände des Stiftes gefeiert wurde. Das eigentliche Sommerfest jedoch war der Titel eines Bildes von Olga Stens mit dem Hauptmotiv eines Dorfes.

Die 1959 in Moldavien geborene Malerin geht beim Gestalten ihrer Bilder relativ unorthodox vor, vor allem was die Technik und Motive anbelangt. Mal lehnt sie sich an klassische Vorlagen an, mal greift sie biblische und historische Themen auf oder konzentriert sich auf Landschaften. Ihren eigenen Angaben zufolge lässt sich Olga Stens auch gerne von Malern wie Claude Monet und Vincent van Gogh inspirieren.

Ein Beispiel hierfür sind ihre „Seerosen”. Mit anderen Bildern zeigt sie „Wellensittiche”, „Lilien” in einer Vase auf einem Tisch, die „Zugspitze” und Porträts wie das einer „Frau mit Tochter”. „Die Idee zu meinen Motiven entsteht meist spontan”, sagt Olga Stens, die erst vor zwei Jahren begann, sich intensiv mit der Malerei zu befassen. Seitdem malt sie jeden Tag.

Auch Monika Greven hat ganz spontan Ideen zu ihren Bildern. Seit 1994 befasst sie sich intensiver mit der Malerei, die ihr schon seit der Kindheit viel Freude bereitet. Gerne lässt sie sich durch zeitgenössische Künstler inspirieren und nimmt regelmäßig an Kursen teil. Ihre Kreativität führt zu experimentellen Bildern bzw. Collagen, bei denen die 54-jährige kleine Steine, Sand, Seidenpapier und Spachtelmasse einsetzt.

Enten als Holzfundstücke

„Alles, was mir in die Hände fällt, wird verarbeitet”, sagt sie. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür sind ihre „Reiher” oder „Enten im Schilf”, bei denen ein Reiher und die Enten als Holzfundstücke aus dem Urlaub in das gemalte Bild integriert wurden.

Von ihrem malerischen Talent zeugen auch jene in wenigen Farbtönen gestalteten Bilder wie die „Schwertlilie”, die „Tulpen” oder auch die „Beautiful Lady I und II”, eine Frau, die Monika Greven ein Mal von hinten und von vorne zeigt.

Und schließlich hat sie noch eine ganze Symphonie in A, D und C so ganz ohne Orchester zu Papier gebracht. In Form von drei Acrylwerken, die von den Schwingungen und Noten erzählen.