Kreis Heinsberg: Die Idee Europa wird mit Leben erfüllt

Kreis Heinsberg : Die Idee Europa wird mit Leben erfüllt

„Das Europa der Menschen, das friedliche Miteinander manifestiert sich viel mehr in unseren Begegnungen als in den ständigen Debatten, Sitzungen und Auseinandersetzungen der Politiker.”

Dies sagte Landrat Stephan Pusch beim Festabend im Rahmen des Partnerschaftsfestivals, der am Donnerstagabend in der Mehrzweckhalle in Hückelhoven-Kleingladbach stattfand.

Mit Blick auf den zuvor am Heinsberger Kreishaus gepflanzten Partnerschaftsbaum sagte Pusch, nicht ohne Grund sei eine Eiche ausgewählt worden. „Denn die ­Eiche ist die Königin der Bäume und ein echter Weltbürger und ­Europäer. Und wenn wir sie heute als Symbolbaum für unsere Partnerschaft gepflanzt haben, drückt sich darin der Wunsch aus, dass unsere Partnerschaft ähnlich wie die Eiche einen langen Zeitraum überdauern möge.

Den politischen Vätern Europas sei sehr zu danken, dass sie die Rahmenbedingungen für ein geeintes Europa geschaffen hätten, aber die Idee Europa mit Leben erfüllen, dies würden die Bewohner dieses Kontinentes. Den Gästen aus Midlo­thian (Schottland) und Komárom-Esztergom (Ungarn) sei gerne die Gastfreundschaft des Kreises Heinsberg angetragen worden, „weil wir von der Sache überzeugt sind und uns unseren Partnerkreisen so außerordentlich freundschaftlich verbunden fühlen”, so der Landrat.

Er zeigte sich davon überzeugt, „dass der Baum der Partnerschaft im Jahr 2017, wenn wir uns wieder im Kreis Heinsberg treffen, kräftig gewachsen ist” - ganz real vor dem Kreishaus und vor allem im übertragenen Sinne.

Margot Russell, die stellvertretende Landrätin aus Midlothian, erinnerte an das Jahr 1971, als erste Erkundungsbesuche unternommen worden seien und Treffen mit Vertretern des damaligen Kreises Erkelenz stattgefunden hätten, „um den Weg dafür zu bereiten, was heute als fantastische Beziehung existiert”.

Den anfänglichen Kontakten seien viele, viele Begegnungen gefolgt. „Gemeinsam sollten wir alle nach einem vereinten ­Europa und internationalem Frieden, Zusammenarbeit und Wohlwollen streben”, so die Schottin weiter. „Würden Begegnungen wie diese durchweg in Europa und der ganzen Welt stattfinden, wäre unser Leben um einiges sicherer und erfüllter und die Welt wäre ein wesentlich lebenswerterer Ort.”

György Popovics, Landrat von Komárom-Esztergom, erklärte: „Eine langjährige Partnerschaft verbindet unsere drei Partnerregionen, so können wir der Weisheit nur zustimmen: Freundschaft schließen ist nicht schwer, Freundschaft pflegen, bewahren und mit Inhalt füllen umso mehr.

Ich denke, ich spreche für alle drei Regionen, wenn ich sage, dass uns dies auch tatsächlich gelungen ist.” Diese Festivals würden den Teilnehmern die Möglichkeit bieten, sich im jeweiligen Gastgeberland mit den dortigen Natur- und Kulturschätzen, den Sitten und dem Alltag vertraut zu machen. Diese Erfahrungen seien außerordentlich wertvoll und bereichernd. Popovics blickte bereits voraus auf das Jahr 2013, wenn die Ungarn im Rahmen der Dreieckspartnerschaft Gastgeber zum Freundschaftsfestival sein werden.

Abwechslungsreich

Musik-, Tanz- und Gesangsgruppen aus den drei Ländern waren in diesem Jahr beim Freundschaftsfestival dabei. So prägten denn auch Musik, Tanz und Gesang den Festabend in der Kleingladbacher Mehrzweckhalle. Die Musiker, Tänzer und Sänger stellten mit ihren Darbietungen eindruckvoll unter Beweis, was der ungarische Landrat festgestellt hatte: „Die beteiligten Gruppen und ihre Beiträge werden von Mal zu Mal abwechslungsreicher.” Und auch die Gäste in der Halle würden „Teil ­einer multikulturellen Begegnung”.

Sie waren beim Festabend dabei

Wer wirkte mit beim Festabend im Rahmen des Freundschaftsfestivals?

Kreis Heinsberg (Deutschand):Showtanzgruppe Mikado aus Wassenberg-Effeld, Big Band der Schützenbruderschaft Geilenkirchen, ­Tamara Peters & Theo Krings, Band Zero Gravitation (Jugendmusikschule Heinsberg).

Midlothian Council (Schottland): Glencorse Pipe Band, Loanhead Guitar Club.

Komitat Komárom-Esztergom (Ungarn): Showtanzgruppe Tatabánya, Trommlergruppe Udu ­People, Bakony Volkstanzgruppe.