Erkelenz: Die gegenseitige Hilfe ist das Ziel

Erkelenz : Die gegenseitige Hilfe ist das Ziel

In einem arbeitsintensiven und gleichzeitig sehr zügigen Prozess hat die Gemeinschaft von Gemeinden eine gemeinsame Vereinbarung erarbeitet, die in jeder einzelnen Pfarre „ratifiziert” und von Bischof Mussinghoff genehmigt wurde.

Am 19. November 2004 fand die feierliche Gründung dieser „Gemeinschaft von Gemeinden” Erkelenz St. Maria und Elisabeth (GdG) statt. Zu ihr gehören die zwölf Pfarren aus den Ortschaften Borschemich, Granterath, Hetzerath, Holzweiler, Immerath, Katzem, Keyenberg, Kuckum, Kückhoven, Lövenich, Tenholt und Venrath.

Die Aufgaben, die in Zukunft im erweiterten Rahmen der GdG wahrgenommen werden, gehen weit über die Gottesdienstplanung hinaus. So ist beispielsweise die Kooperation mit der Schulseelsorge im Stadtgebiet Erkelenz ausdrücklich benannt, ein Religionslehrer der Erkelenzer Schulen ist nicht nur beratend, sondern auch mit vollem Stimmrecht ordentliches Mitglied des GdG-Rates.

Für den in dieser Woche neu konstituierten GdG-Rat legt beispielsweise die Präambel der GdG-Vereinbarung fest: „Die Gemeinschaft der Gemeinden ... ist ein Zusammenschluss rechtlich selbstständig bleibender Pfarrgemeinden zur Koordination und verbindlichen Form der Kooperation der Pastoral durch wechselseitige Anregung, gemeinsame Planung und gegenseitige Hilfe. Das Bestreben der Gemeinschaft ist nicht, die Aktivitäten der beteiligten Gemeinden zu beschränken und sie in ihrer Selbständigkeit zu beeinträchtigen”.

Im Rahmen der Tenholter Antoniusoktav begann die erste, konstituierende Sitzung am Abend mit einer gemeinsamen Andacht. Jeder Pfarrgemeinderat aus den zwölf Mitgliedspfarren stellt zwei Vertreter in den GdG-Rat. Ebenso ist die komplette Pastoralgruppe (Priester, Gemeindereferenten) dort vertreten.

In den sechsköpfigen Vorstand wurden einstimmig die Pfarrgemeinderatsvertreter Manuela Geilenkirchen (St. Servatius, Kückhoven), Beate Lehnen (St. Antonius, Tenholt), Beate Zurmahr (Herz Jesu, Kuckum) und Lothar Heupts (St. Cosmas und. Damian, Holzweiler) gewählt. Des weiteren gehören zum GdG-Vorstand Pfarrer Franz Josef Semrau als vom Bischof beauftragter Leiter der GdG sowie Gemeindereferentin Maria Bubenitschek als Vertreterin der Pastoralgruppe. Der GdG-Rat wird sich mindestens vier Mal im Jahr zusammenfinden.

Geprägt war die Sitzungsatmophäre davon, dass alle zur Kooperation bereit sind und die zukünftige Zusammenarbeit nicht „mit der Faust in der Tasche” oder „zähneknirschend” hinnehmen, sondern tatsächlich die Chancen für das pastorale Leben vor Ort in diesem Weg der GdG sehen.

Eine Zusammenarbeit auf Ebene der Kirchenvorstände, also in finanzieller Hinsicht, wird ebenfalls von den zwölf Pfarren für die Zukunft beabsichtigt. Ebenso wie die Pfarrgemeinderäte für den pastoralen Bereich in der gemeinsamen Vereinbarung Aufgaben, Ziele und Kompetenzen verhandelt und beschlossen haben, nehmen auch die Kirchenvorstände für ihren finanziellen Bereich die Möglichkeiten und das Notwendige in den Blick.