Erkelenz/Otzenrath: Die Feuerwehr steckt Bungalow in Brand

Erkelenz/Otzenrath : Die Feuerwehr steckt Bungalow in Brand

Einen regelrechten Großeinsatz hatte die Freiwillige Feuerwehr Erkelenz in Otzenrath am Wochenende zu meistern.

Nachdem unlängst die beiden Löschzüge II. und IV. eine Großübung in der Eifel absolviert hatten, waren jetzt die Löschzüge I. und III. an der Reihe. Dafür sollte Stadtbrandinspektor Klaus Peters eine geeignete Übung und vor allem einen passenden Ort finden.

„Mir fiel ein, dass die Jülicher Wehr schon einmal einen Übungseinsatz in Otzenrath durchgeführt hat” so Peters dazu, wie die Erkelenzer Kameraden in den wegen des Tagebaus Garzweiler II geräumten, menschenleeren Ort gelangt waren.

Schnell hatte er alle bürokratischen Formalitäten erledigt, so dass die Übung losgehen konnte. „Die Kameraden wusste nichts davon. Sie wusste lediglich, dass eine Übung anstand”, berichtete Peters.

In Otzenrath brannte ein Flachdachbungalow im Grünen Winkel, darin befand sich eine Person, so das sehr realistische Szenario. Die groß angelegte Übung beinhaltete eine breite Palette an möglichen Gefahrensituationen.

Dass der Brand zwar real, aber nur fingiert war, spielte dabei keine Rolle. Abends zuvor war der Bungalow nämlich mit Stroh und Holzpaletten präpariert worden.

Dieser Großeinsatz der insgesamt 88 Feuerwehrmänner der Löschzüge I und III (Erkelenz, Matzerath, Venrath und Kückhoven sowie Borschemich, Keyenberg, Immerath und Holzweiler) unter der Einsatzleitung von Brandinspektor Jo Jansen hielt alle in Atem, auch die vielen Schaulustigen, die mit Interesse verfolgten, wie aus dem Bungalow die Flammen schnellten.

Die Einheiten wurden zeitgleich gegen 9 Uhr von Sirenen alarmiert. Dieser Übungslauf wurde von der Wehrleitung ausgewählt, um den Einsatz von Atemschutz und den Innenangriff bei starker Hitze zu erproben.

Aber auch das Zusammenspiel mehrerer Löschzüge sollte für den Ernstfall geprobt werden. Die Wasserversorgung war sicherlich eine Besonderheit. Es musste nämlich ein Bach gestaut werden.

Diese Aufgabe hatte die Wehr schnell erledigt, so dass schließlich pro Minute rund 1500 Liter Wasser aus dem Bach zur Brandbekämpfung gezogen werden konnten.

Auch das Deutsche Rote Kreuz war bei der Übung aktiv, ihre Mitglieder übten vor Ort ebenfalls für den Ernstfall und versorgten „Verletzte”.

Nach dieser Übung, bei der etliche Arbeitsabläufe auf „Herz und Nieren” geprüft und für den Ernstfall erprobt wurden, ist sich die Wehr sicher: Diese Übungsformen des optimierten Einsatzes mit echten Flammen und tatsächlichem Rauch werden auch in naher Zukunft mit den anderen Löschzügen an anderen Objekten durchgespielt.