Die aktuellen Trends gleich ausprobiert

Die aktuellen Trends gleich ausprobiert

Kreis Heinsberg. Sportjugend NRW, Heinsberger Sportjugend, Landessportministerium und Ruhr-Universität Bochum hatten Jugendliche, Gruppenhelfer, Übungs- und Jugendleiter, Vereins- und Verbandsvertreter, Eltern sowie andere Interessierte eingeladen.

Aktuelle und zukunftsweisende Ideen und Trends zur Jugendarbeit im Sportverein wurden im vielfältigen Programm vorgestellt, ausprobiert, erlebt und diskutiert.

In Workshops konnten die Teilnehmer Sportarten wie Fußball, Handball oder Schwimmen auf eine ganz andere Weise kennen lernen. Themen unter anderem: „Immer schön den Ball flach halten!?” oder „Fight for Fun - Ringen und Kämpfen für die Freundschaft?”.

Beim „Ergebnismarkt” standen einige Teilnehmer Rede und Antwort, erläuterten aus ihrer Sicht das Erlebte. Karola Zeitner vom TV Erkelenz möchte viele neue Ideen und Spiele in die Übungsstunden mit einbeziehen und einige Tipps im Verein weitergeben.

Tobias Storms vom FC Concordia Haaren hat ebenfalls neue Erkenntnisse gewonnen, die er besonders in der Jugendarbeit anwenden will. „Den spielerischen Gedanken werde ich übernehmen. Ich hatte selbst viel Freude bei den Übungen”, so der Nachwuchstrainer.

Silke Stockmeier (Sportjugend NRW) äußerte die Hoffnung, dass kein Konkurrenzkampf zwischen Verein und Schule aufkomme. Vielerorts werde bei der Nachmittagsbetreuung an den Schulen viel Sport angeboten, wobei da auch die Vereine Möglichkeiten hätten, diese so genannten Arbeitsgemeinschaften mit zu gestalten.

„Es darf aber nicht sein, dass den Vereinen aufgrund des großen Sportangebotes an den Schulen die Jugendlichen entzogen werden”, so Stockmeier. Sie sah aber auch die Chance für die Vereine, neue Jugendliche zu gewinnen. Das Projekt „Zusammenarbeit von Schulen und Sportvereinen” läuft seit Mai 2002 bestens an.

Sportlehrer Stefan Höhn vom Kreisgymnasium Heinsberg erläuterte das Projekt „Bewegte Schule”, wobei der Versuch „Menschen zu bewegen”, in Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund im Rahmen einer Projektwoche eindrucksvoll gelang.

Das Gymnasium bildete unter anderem Sporthelfer aus. Diese werden während der Pause oder in den Arbeitsgemeinschaften aktiv, könnten auch im Verein ihr Wissen weitergeben. „Das Kreisgymnasium Heinsberg hat gezeigt, was man alles erreichen kann, wenn viele mitarbeiten. Sie können stolz auf ihre Schule sein, die Vorreiter im Bundesgebiet ist”, so Projektleiter Dr.Nils Neuber von der Ruhr-Uni.

Ein Fazit der Veranstaltung: Man kann die Jugend trotz moderner Hightech noch für Sport und Vereinswelt begeistern. Man muss nur mit der Zeit gehen und selbst junge Leute für die Nachwuchs- oder Gruppenausbildung gewinnen und zeitgemäße Jugendarbeit anbieten.