Kreis Heinsberg: Deutsch-russische Jugendbegegnung ohne viele Worte

Kreis Heinsberg : Deutsch-russische Jugendbegegnung ohne viele Worte

Mit einem Abend voller Tanz, Musik und schönen Reden endete eine ereignisreiche Woche für zwölf russische und 14 deutsche Jugendliche. Gemeinsam haben sie Ausflüge gemacht, viel über Politik gelernt, Sport gemacht, vor allem aber Freundschaften geknüpft.

Am letzten gemeinsamen Abend präsentierte dann die deutschen Jugendlichen einen eigenen Chor, der gut gelaunt die deutschen Hits „Atemlos“ und ein „Hoch auf uns“ anstimmte, und die russischen Jugendlichen aus Arsamas revanchierten sich mit Liedgut aus ihrer Heimat und zeigten, wie gut sie tanzen können.

Als Ehrengäste begrüßte Vorsitzender Willi Engels von „Jugend aktiv, Verein für unabhängige Jugendarbeit im Kreis Heinsberg“, der die Begegnung organisiert hat, den Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers, Hans-Josef Mertens, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Heinsberg, nebst Gattin sowie den CDU-Landtagskandidaten Thomas Schnelle.

Willi Engels dankte besonders der Kreissparkasse und der Stiftung für Völkerverständigung für die Unterstützung. „Als wir vor 19 Jahren unsere Partnerschaft mit dem Kreis Heinsberg starteten, waren die heutigen Teilnehmer noch nicht geboren“, erzählte dann die russische Betreuerin Ekaterina Kechina von dem Start einer sehr erfolgreichen Geschichte.

Willi Engels und die Sportjugend des Kreissportbundes Heinsberg haben diese Begegnungen ins Leben gerufen, seit 2011 hält der Verein „Jugend aktiv“ die Freundschaft lebendig. Ekaterina Kechina hielt eine kurze, aber leidenschaftliche Rede und Willi Engels fügte spontan hinzu: „Putin und Merkel können machen, was sie wollen, wir bleiben Freunde.“ Kechina dankte für eine unvergessliche Woche.

Die 16-jährige Kristina erzählte, dass sie nicht nur viel Neues und Positives erlebt, sondern auch neue Freunde gewonnen habe. „Besonders beeindruckt hat mich die Gastfreundschaft und wie wir empfangen und betreut wurden“, sagte die 16-Jährige. Einen Unterschied zwischen den Jugendlichen der beiden Ländern hat sie allerdings entdeckt: „Hier wird sehr viel Sport betrieben, bei uns wird mehr getanzt und gesungen.“

Auch die 15-jährige Yas aus dem Kreis Heinsberg, die zum ersten Mal dabei war, war sehr beeindruckt: „Fasziniert hat mich, wie alle miteinander kommuniziert haben, ohne die gleiche Sprache zu sprechen“, lachte Yas. „Ich habe eine tolle Woche erlebt. Ich habe zum ersten Male russische Musik gehört und fand sie gut.“ Sie hofft, im kommenden Jahr mit nach Arsamas fahren zu dürfen.

„Wenn wir als Bänker Geld verleihen, hoffen wir auf gute Zinsen. Dieses Geld, was wir hier investiert haben, hat viel mehr Zinsen eingebracht, als man sich vorstellen kann“, sagte Hans-Josef Mertens und dankte besonders Willi Engels als den stets laufenden Motor für diese Begegnungen. Wobei der Vorsitzende das dicke Lob an sein Team um Christoph Kirstein weitergab. „Auch ein Motor braucht Pflege“, so Willi Engels. Wilfried Oellers lud „Jugend aktiv“ nach Berlin ein.

(agsb)