Hückelhoven: Der Strom fließt weiter wie bisher

Hückelhoven : Der Strom fließt weiter wie bisher

Für Werner Schmitz war es eine der letzten Amtshandlungen als Bürgermeister.

Allerdings hat sein Federstrich unter das Papier, den er am Freitagmorgen setzte, Gültigkeit weit über den Tag hinaus.

Es ging um den „Neuabschluss eines Wegenutzungsvertrages für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen zur Durchführung der allgemeinen Versorgung (Konzessionsvertrag) des Stadtgebietes Hückelhoven mit Strom” - so der offizielle Titel des Vertragswerkes, unter das Werner Schmitz als Vertreter der Stadt sowie Andreas Schwarberg und Markus Palic als Geschäftsführer der West Energie ihre Unterschriften setzten. Laufzeit der Vereinbarung: 17 Jahre. In gut einer Woche endet Schmitz Amtszeit.

Die Unterzeichnung des Konzessionsvertrages bedeutet für die Verbraucher im Grunde genommen nur, dass sie wie bisher ihren Strom bekommen - und zwar aus der Steckdose. Ob der nun gelb, blau oder lila ist, das liegt seit der Liberalisierung des deutschen Strommarktes Ende des vergangenen Jahrtausends in der Hand der Verbraucher.

Der jetzt unterzeichnete Vertrag regelt die Nutzung der öffentlichen Verkehrswege für die Verlegung und für den Betrieb von Leitungen zur Durchführung der allgemeinen Versorgung des Stadtgebietes mit Elektrizität.

Beworben darum hatten sich drei Interessenten. „Es waren lange, schwierige, aufwändige, aber sehr faire Verhandlungen zu diesem Konzessionsvertrag”, sagte Schmitz. Der positive Abschluss untermaure zum einen die „Verbundenheit mit einem kreisnahen Unternehmen”, da es die Position der West Energie auf dem Energiesektor stärke.

Zum anderen, so Schmitz, bedeute es eine „Arbeitsplatzsicherung auch für viele Bedienstete aus der Stadt Hückelhoven, die bei der West Energie ihrem Job nachgehen”. Das Angebot der Rechtsnachfolgerin der WLK AG sei, so Kämmerer Helmut Holländer, „das wirtschaftlichste und kompetenteste” gewesen.

Positiv für die Stadt sei zudem, dass der neue Vertrag jetzt auch für Brachelen gelte. Dieser Stadtteil wurde früher von den Kreiswerken bedient und musste deshalb gesondert behandelt werden.