Erkelenz-Immerath: Der Neuanfang für zwölf Pfarrgemeinden

Erkelenz-Immerath : Der Neuanfang für zwölf Pfarrgemeinden

„In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.”

So der hoffnungsvolle Leitspruch beim Festgottesdienst in St. Lambertus Immerath zur Eröffnung der Gemeinschaft von Gemeinden Erkelenz, St Maria und Elisabeth. Beim anschließenden Empfang im St. Josef-Haus wurde die Vereinbarung von zwölf Pfarrgemeinden feierlich unterzeichnet.

Nach zweieinhalbjähriger Vorbereitungszeit genehmigte der Bischof von Aachen, Dr. Heinrich Mussinghoff, die Gründung der Gemeinschaft von Gemeinden (GvG). Am 13. September 2004 hatten sich die Mitglieder der Pfarrgemeinderäte aus Erkelenz-Ost und Erkelenz-Süd getroffen und die Gründung der GvG einstimmig beschlossen.

Am 7. Oktober unterzeichneten Vertreterinnen und Vertreter der Pfarrgemeinden Heilig Kreuz, Keyenberg, Herz Jesu, Kuckum, St. Antonius, Tenholt, St. Cosmas und Damian, Holzweiler, St. Josef, Hetzerath, St. Lambertus, Immerath, St. Mariä Empfängnis, Katzem, St. Martinus, Borschemich, St. Michael, Granterath, St. Pauli-Bekehrung, Lövenich, St. Servatius, Kückhoven, St. Valentin, Venrath, die Vereinbarung zur Gründung einer Gemeinschaft von Gemeinden Erkelenz, St. Maria und Elisabeth.

Mit diesem Schritt geht die Pastoralgruppe Erkelenz „Kirche im Heute” in einer Zeit eines großen Umbruches einen wesentlichen Schritt weiter, den das Bistum Aachen aufgrund der finanziellen und personellen Situation vorgibt. In den nächsten Jahren soll die GvG um die Pfarrgemeinden Erkelenz-Mitte und Erkelenz West (fünf Pfarrgemeinden) erweitert werden.

Mit der Gründung der GvG kam es in Abstimmung aller Beteiligten zu Veränderungen in der Beauftragung des Pastoralen Personals. Auf eigenen Wunsch hat der Bischof Pfarrer Alois Hüring von seiner Verantwortung als Pfarrer der Pfarrgemeinden in Lövenich, Katzem und Kückhoven entbunden und als priesterlichen Mitarbeiter in Borschemich, Granterath, Hetzerath, Holzweiler, Immerath, Katzem, Keyenberg, Kückhoven, Kuckum, Lövenich, Tenholt und Venrath beauftragt.

Vom Bischof erhielten Pfarrer Günter Salentin und Pfarrer Franz Josef Semrau im Festgottesdienst die Ernennungsurkunden als Pfarrer aller zwölf Pfarrgemeinden mit gleichen Rechten und Pflichten. Pfarrer Salentin ist somit Vorsitzender in den Kirchenvorständen Borschemich, Granterath, Hetzerath, Immerath, Kuckum, Tenholt und Venrath. Pfarrer Semrau übernimmt den Vorsitz in den Kirchenvorständen Holzweiler, Katzem, Keyenberg, Kückhoven und Lövenich.

Die Aufträge der Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten Magdalena Lintges, Petra Schindler, Elke Schnyder und Michael Kock sowie die Gemeindeassistentin Antoinette Berg ist auf alle zwölf Gemeinden erweitert worden. Maria Bubenitschek bleibt als Gemeindereferentin schwerpunktmäßig in der Schulpastoral an den weiterführenden Schulen tätig. Pfarrer Semrau hat seine schulpastorale Arbeit um die Hälfte reduziert und sie der Gemeindereferentin Irmgard Bromkamp übertragen.

Mit diesem Neubeginn zeigten sich die Gemeindereferentinnen und -referenten beim Gottesdienst erstmals in neuen kirchlichen Gewändern.

In der Predigt gab Elke Schnyder zu, dass zwölf Gemeinden in der GvG ein Abenteuer wagen im Ringen um Abschiednehmen von Vertrautem und zugleich einen Neuanfang wagen. Die Kirche in liebgewordener Tradition werde es in Zukunft nicht mehr geben. „Es liegt an uns, was wir daraus machen und wie wir den Neubeginn schützen und pflegen.” Im Vertrag, der jede Pfarrgemeinde beim Gottesdienst mit einem Bäumchen überreicht wurde, sind Wille und Bereitschaft für eine zukunftsorientierte Reform festgeschrieben.