„Der Kreis ist vorbildlich behindertenfreundlich”

„Der Kreis ist vorbildlich behindertenfreundlich”

Kreis Heinsberg. Mit Unterstützung von Beiratssprecher Norbert Voigt vollzog Udo Molsberger, Direktor des Landschaftsverbandes Rheinland, den Ersten Spatenstich für die Erweiterung der Werkstatt für behinderte Menschen in Heinsberg-Oberbruch.

Mit Gesamtkosten von 1,158 Millionen Euro werden bis Mitte 2005 insgesamt 70 neue Arbeitsplätze für schwerstbehinderte Personen geschaffen.

Derzeit sind in den Werkstätten der Lebenshilfe insgesamt 834Mitarbeiter beschäftigt, obwohl es nur 785 anerkannte Plätze gibt.

Umso mehr freuen sich Geschäftsführer Edgar Johnen und Vorsitzender Hans-Willi van Kann, dass eine zukunftsweisende Antwort auf Überbelegung und große Nachfrage erfolgt.

LVR-Direktor Udo Molsberger betonte, dass die Erweiterung als „dringend eingestuft” worden sei. Während die Lebenshilfe einen Eigenanteil von 232.000 Euro trägt, fließen 209.000 Euro vom Land. Das LVR-Integrationsamt beteiligt sich mit 185.000 Euro.

Für die weiter notwendigen 532.300 Euro wurde ein Darlehen aufgenommen, wofür der Landschaftsverband erhebliche jährliche Zinszuschüsse übernimmt.

Wie Molsberger berichtete, summiert sich dieser Betrag über die gesamte Laufzeit auf 310.000 Euro. Nur durch diese Unterstützung könne das Projekt angesichts fehlender Mittel bei Bund und Land verwirklicht werden, sprach Molsberger von einem „innovativen und alternativen Finanzierungsinstrument Zinszuschuss”.

Bevor Molsberger und Voigt zum Spaten griffen, würdigte Landrat Karl Gruber das erfolgreiche Wirken der Lebenshilfe und das kreisweite Engagement: „Der Kreis Heinsberg ist vorbildlich behindertenfreundlich”, erinnerte der Landrat auch an die Aktivitäten der Rurtal-Schule und deren bekannter Band „Rur-Rock”.

Der LVR-Direktor lobte „das gute Projekt”, wofür „das Geld sinnvoll angelegt ist”. Geschäftsführer Johnen und Vorsitzender van Kann dankten für die Unterstützung des Landschaftsverbandes, der zudem mit rund zehn Millionen Euro jährlich den Großteil der Betriebskosten der Werkstätten finanziere.