Wegberg: Der Kreativität freien Lauf lassen

Wegberg : Der Kreativität freien Lauf lassen

„Es ist die Kreativität, die unser Leben so lebenswert macht”, betonte die Diplom Kunsttherapeutin und Kunstpädagogin Pia Poßke-Michel bei der Kunstwerkschau, bei der die Kursteilnehmer des vergangenen Jahres in der Burg Wegberg ihr Bilder präsentierten.

Kreativität im Leben sei wichtig. Dabei sei es vollkommen unwichtig, ob nun ein kleines Beet im Garten angelegt, die Wohnung neugestaltet oder ob wir künstlerisch tätig werden.

Denn kreativ sein bedeute immer etwas Eigenes zu schaffen. „Auch wer ,nur abzeichnet oder abmalt, schafft dabei etwas Neues, Eigenes.” Gerade dieses eigene Schaffen sei es, woran der Mensch Freude habe, was er ernst nehme und zu einem guten Ergebnis bringen wolle.

„Kreativität wird leider oft unterdrückt, es ist wichtiger zu funktionieren, nicht aufzufallen, nichts falsch zu machen”, meinte Pia Poßke-Michel bei der Vernissage mit Bedauern. Im Extremfall könne das Unterdrücken der eigenen Kreativität sogar seelisch und körperlich krank machen.

Im umgekehrten Fall, wenn der Mensch seiner „Schöpfungskraft freien Lauf” lasse, würde dagegen das Selbstwertgefühl entwickelt. „Wir können sehen, dass wir zu etwas Gestalterischem fähig sind. Wir lernen, dass Fehler machen zum Kreativ sein dazugehört, aber auch, dass wir aus Fehlern lernen können.”

Es würde etwas geschaffen, worauf wir stolz sein dürften. Sie sei auch stolz. Denn nachdem die immerhin 64 Werke von 33 Kursteilnehmern im Alter von fünf bis 70 Jahren an den Wänden hingen und sie die Vielfalt der Farben und Formen betrachten konnte, sei sie selbst überrascht gewesen, wie viele schöne Bilder im Atelier in Wegberg entstanden sind: „Ihr habt alle prima gearbeitet, und ich bin richtig stolz auf euch.”

Ihr Dank richtete sich auch an die beiden Herren Rönig Junior und Senior, die es ermöglicht hatten, dass die Bilder in der Burg Wegberg ausgestellt werden konnten.

Die 1960 in Neustadt geborene Künstlerin, hat Kunst und Kunsttherapie studiert und arbeitet seit 1992 als Kunsttherapeutin und -Pädagogin. Nach dem Umzug von Bremen nach Wegberg hat sie sich Anfang des Jahres 2002 selbstständig gemacht.

Ihre Kurse umfassen neben Kunstkursen unterschiedlichster Schwierigkeitsstufen auch therapeutische Kurse auf anthroposophischer Grundlage.

Die Musikerin Gertrude Endrödy von den Niederrheinischen Sinfonikern sorgte für die musikalische Unterhaltung bei der Ausstellung. Sie spielte das Stück „Au Matin” von Marcel Tournier und „Fire Dance” von David Watkins.