Der Hund an sich ist ein armer Hund

Der Hund an sich ist ein armer Hund

Dass Hückelhoven nun auf den Hund gekommen sei, wäre angesichts der geplanten Hundebestandsaufnahme eine völlig überzogene und ungerechtfertigte Behauptung. Eher

Eher träfe schon zu, dass da der Hund begraben liege, nämlich bei den schwarzen Schafen von Herrchen und Frauchen, die ihre Lieblinge nicht anmelden und so die Stadt um viele tausend Euro betrügen. Vor allem angesichts leerer Kassen muss natürlich jeder eintreibbare Euro auch eingetrieben werden.

Deshalb also der im am Mittwoch tagenden Haupt- und Finanzausschuss aller Voraussicht nach zu fassende Beschluss, eine Spezialfirma damit zu beauftragen, nicht angemeldete Menschenfreunde (bekanntlich ist ja der Hund der älteste Freund des Menschen, und dies seit vielen tausend Jahren) aufzuspüren und der gerechten Besteuerung zuzuführen. Selbstverständlich werden die Halterinnen und Halter zur Kasse gebeten, die Hunde selber sind ja in Bezug auf Geld arme Hunde. Interessant wäre es ja zu erfahren, mit welchen Methoden die Firma aus Dissen, das liegt am Teutoburger Wald, der ja bekannt ist durch eine legendäre Schlacht vor ungefähr 2000 Jahren, vorgeht. A

ber dies muss aus einsehbaren Gründen geheim bleiben, da sonst die Übeltäterinnen und Übeltäter ja gewarnt wären und sich auf die Hundesuche einstellen könnten. Übrigens ist Dissen nur einige Dutzend Kilometer von Hameln entfernt, jener Stadt, die einst von einer Rattenplage heimgesucht wurde. Aber das traurige Ende dieser Geschichte kennen Sie ja. Und die Hundeaktion in Hückelhoven wird sicher ein insbesondere für den städtischen Haushalt glücklichen Ausgang nehmen.