Erkelenz: Der Erlös des Konzertabends geht nach Mosambik

Erkelenz : Der Erlös des Konzertabends geht nach Mosambik

Eine große Sammelaktion vor einem ernsten Hintergrund mit einer außergewöhnlichen und unterhaltsamen Veranstaltung zu verbinden, gelingt der Arbeitsgruppe „terre des hommes” aus dem Kreis Heinsberg bereits seit Jahren erfolgreich.

Umso mehr Besucher erschienen diesmal im Forum des Schulzentrums Erkelenz, um ein einmaliges Konzerthighlight zu erleben.

Unter dem schlichten Titel „Beverly Daley & Friends” erwartete die Anwesenden ein spannendes und vielfältiges Programm, das nicht nur zeitlich den festgelegten Rahmen sprengte, sondern auch allen Altersgruppen entgegenkam.

Dies war nicht zuletzt der Verdienst der bekannten Künstlerin Beverly Daley, die in mühevoller Vorarbeit den Konzertreigen zusammengestellt hatte und für den guten Zweck auch viele namhafte Interpreten von außerhalb hatte gewinnen können.

Zudem erfuhr die Sängerin auf der Bühne eine grandiose Unterstützung von ihren Kindern, die ihr musikalisch und auch im Wortwitz in nichts nachstanden.

So führte Beverly Daleys jüngerer Sohn Julian Warner mit einer gehörigen Portion Schlagfertigkeit durch den Abend und rief durch seine selbstironischen Kommentare immer wieder Gelächter beim Publikum hervor, ohne dabei die Ernsthaftigkeit des Anlasses aus den Augen zu verlieren.

Ein besonderer Höhepunkt des Programms war der Auftritt seiner beiden Geschwister Natalie und Adrian Warner zusammen mit ihrer Band Rearview, die sich als Gewinner des „emergenza-contest” im vergangenen Jahr in Köln bereits weit über die Grenzen der Region hinaus einen Namen gemacht haben.

Mit einer ansprechenden Mischung aus alternativer Rockmusik in einer speziell auf den Abend zugeschnittenen unplugged-Version bediente die Gruppe vor allem den Geschmack des jüngeren Publikums.

Ein noch jüngeres Talent, das sich daher besonders als Vertreterin der Botschaft des Kinderhilfswerks „terre des hommes” eignete, brachte der Abend ebenfalls zum Vorschein.

Die 12-jährige Kira Larissa Peiffer, die bei Beverly Daley Gesangsunterricht nimmt, machte mit ihrer eigenen Solo-Performance des Cover-Hits „There must be an angel” den „No Angels” Konkurrenz.

Besonders groß war der Applaus aber auch bei den „Flying Hands,” die unter der Leitung von Joachim Fleischer diverse afrikanische und kubanische Rhythmen auf verschiedenen Instrumenten präsentierten.

Eine melodische Mischung aus Folk und Countrymusik boten den Anwesenden dagegen Ellena Stichter und Enno Bürger, die bereits seit sechs Jahren musikalisch zusammenarbeiten.

Gegen Ende der Veranstaltung trat wieder die Hauptorganisatorin des Abends, Beverly Daley, auf die Bühne, um zusammen mit verschiedenen Musikerfreunden das Publikum mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und traditioneller Jazzmusik zu begeistern.

Ein durchaus gelungener Abend, dessen positive Bilanz wohl nicht nur die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Künstler, sondern auch zahlreiche Menschen in Mosambik freuen wird.

Die gesamten Einnahmen gehen nämlich an ein spezielles Projekt in die Provinz Cabo Delgado und sollen dort allen Bewohnern künftig eine medizinische Basisversorgung und ein weitestgehendes Maß an Grundbildung ermöglichen.