Erkelenz: Der dritte Platz wäre für die Mädels schon ein Traum

Erkelenz : Der dritte Platz wäre für die Mädels schon ein Traum

Die Trainerin und Betreuerin Rita Hündgen war wohl aufgeregter als die fünf „Turnküken”, mit denen sie am Dienstag per Zug nach Berlin fuhr.

Dort nimmt die Turnriege der zwölf- bis 15-jährigen Mädchen als Mannschaft des Cusanus-Gymnasiums Erkelenz am Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia” teil.

Am Mittwochnachmittag versuchen Linnea Schöpfs, Ruth Reiners, Anna Savvaidis, Cynthia Gaidzik und Monika Rausch, im Turnwettbewerb ihre Farben gut zu vertreten und im Gesamtklassement einen einstelligen Platz unter 15 Bewerbern zu erreichen.

„Unser Traum wäre der dritte Platz und damit der Sprung aufs Treppchen”, sagte Rita Hündgen kurz vor der Abfahrt auf dem Bahnsteig, wo sie und die Mädels von einigen Eltern verabschiedet wurden. Da zwei Sportgymnasien aus den östlichen Bundesländern am Start gehen, ist ein Sieg illusorisch. Aber nach Gold und Silber ist alles offen.

Hart trainiert habe sie mit den Turnerinnen, sagte die Lehrerin. „Sogar am 1. Mai haben wir drei Stunden in der Turnhalle verbracht.”

Am Boden, beim Sprung, am Stufenbarren und abschließend am („Zitter”-)Balken sollen die Cusanerinnen ihre Künste zeigen, unterstützt von vielen Eltern, die als Schlachtenbummler nachreisen und die ein Plakat als Motivationshilfe mitbringen. Kunsterzieher Karl-Heinz Laufs und der Vermessungstechniker Frank Maraite haben diese optische Unterstützung geschaffen.

Am späten Nachmittag kam die kleine Gruppe aus Erkelenz in Berlin an. In einem Studentenhotel in Kreuzberg sind die Cusanerinnen untergekommen, dort werden auch die nachreisenden Eltern übernachten. Nach dem Wettkampf soll am Abend kurz gefeiert werden, am Donnerstag steht eine Stadtrundfahrt mit Besichtigung des Reichstags und anderer Sehenswürdigkeiten auf dem Programm.

Am Abend wird die Gruppe das Musical „1001 Nacht” genießen. Auch am Freitagmorgen ist Stadtbummeln angesagt, ehe es am Nachmittag die große Finalfeier gibt, an der auch alle Akteure der anderen Wettbewerbe teilnehmen werden, und die traditionell mit einer gigantischen Disco endet.

Müde, und hoffentlich erfolgreich, kehren die Turnerinnen und ihre Betreuer dann am Samstag nach Erkelenz zurück.

Doch damit soll das Abenteuer Berlin nicht beendet sein. „Im nächsten Jahr wollen wir wieder hin. Wenn die Gruppe zusammenbleibt, kann es uns durchaus gelingen, dann wieder Landesmeister von Nordrhein-Westfalen zu werden”, riskiert Rita Hündgen jetzt schon einen zuversichtlichen Blick in eine sportlich erfolgreiche Zukunft.