Hückelhoven: Der Aschenplatz wirbelt mächtig viel Staub auf

Hückelhoven : Der Aschenplatz wirbelt mächtig viel Staub auf

Der türkische Fußballverein Ay-Yilodizspor ist 1992 gegründet worden. Im Gegensatz zu den anderen Hückelhovener Vereinen verfügt er aber nicht über einen Rasenplatz.

Gespielt und trainiert wird auf dem Ascheplatz des Karl-Kamp-Stadions, den auch die Hauptschule „In der Schlee” nutzt. In einem Antrag an den Rat bezeichnete der Vorsitzende Atila Can den Zustand des Platzes als „miserabel”.

Es sei eine Zumutung, im Sommer auf dem Platz aufgrund der Feinstaubentwicklung trainieren zu müssen. Es sei dringend erforderlich, vernünftige Sport- und Wettkampfbedingungen auf dem Platz zu schaffen. Über diesen Antrag beriet der Ausschuss für Kultur, Sport und Städtepartnerschaft in seiner letzten Sitzung. Die Auffassung des Vereins teilt auch der Stadtsportverband. In einer schriftlichen Stellungnahme hatte er empfohlen, das Karl-Kamp-Stadion „zeitnah” zu sanieren und mit einem Kunstrasenplatz zu versehen. Eine Maßnahme, von der auch Roland Millich und Grün-Weiß Schaufenberg profitieren würden, die den Ascheplatz ebenfalls mitnutzen.

Der Stadtsportverbands-Vorsitzende Hans-Josef Geiser, der dem Ausschuss als sachkundiger Bürger angehört, erklärte, dass bisher „nur Stückwerk” bei Arbeiten an dem rund 40 Jahre alten Platz durchgeführt worden sei. Er empfahl, eine Sanierung des auch im Schulsport benutzten Platzes in die Finanzplanung aufzunehmen. Heinz-Josef Kreutzer (CDU) betonte, dass man „eine Lösung nicht aus dem Ärmel schütteln” könne. Eine Sanierung könne erst angegangen werden, wenn die Mittel auch bereit stehen. Hans Fischer (UWG) erinnerte daran, dass über eine Sanierung des Platzes schon seit einigen Jahren gesprochen werde und bescheinigte ihm einen „katastrophalen Zustand”.

Dieser Zustand, so betonte der Kämmerer Helmut Holländer, werde „nicht als so dramatisch eingestuft, wie er von Verein und Stadtsportverband dargestellt” werde. „Im Kreis gibt es schlechtere Plätze”, beteuerte er. Allerdings räumte er ein, dass der Staub im Sommer ein Problem darstelle, das behoben werden müsse. Man verständigte sich darauf, dass die Jugendmannschaft im Sommer auf Rasen spielen und trainieren sollen. Die beiden Seniorenmannschaften können ihre Spiele auf Rasen im Glück-Auf-Stadion austragen.

Einstimmig wurde beschlossen, dass der Rat „durch geeignete Maßnahmen dem Anliegen des Vereins Rechnung zu tragen” habe. Eine aufwändige Sanierung oder das Verlegen von Kunstrasen wird es in nächster Zeit nicht geben.