Heinsberg: Den Wert des Unterrichts aufzeigen

Heinsberg : Den Wert des Unterrichts aufzeigen

Annegret Krewald, Leiterin des Kreisgymnasiums Heinsberg, und Gereon Frauenrath, Geschäftsführer und Gesellschafter des Bauunternehmens Frauenrath, haben eine Lernpartnerschaft zwischen der Schule und dem Wirtschaftsunternehmen besiegelt.

Ein Aufruf des Regierungspräsidenten in Köln, dass Industrie und Schule enger zusammenarbeiten sollten, ließ die beiden handeln. Zum einen suchte Annegret Krewald einen Partner und Frauenrath fühlte sich durch den Aufruf angesprochen.

„Wir mussten feststellen, dass junge Leute oft keine Vorstellungen über die Wirtschaft haben. Wir suchten eine öffentliche Schule in Heinsberg, mit der wir kooperieren können. Da ich selbst einmal Schüler des Kreisgymnasiums gewesen bin und weiß, dass man dort oft nicht ahnt, was nach der Schule auf einen zukommt, wählten wir das Kreisgymnasium”, so Gereon Frauenrath.

Schule sei in diesem Punkt zu praxisfern, beklagte auch Annegret Krewald. Die Schüler könnten das, was sie im Unterricht gelernt hätten, nun in der Praxis anwenden. So habe es in Kooperation mit einem Mathematiklehrer das Projekt „Praktische Geometrie” gegeben, bei dem Schüler professionelle Messungen im Gelände zusammen mit einem Mitarbeiter von Frauenrath durchgeführt hätten.

Da das Unternehmen auch in der Umwelttechnik tätig sei, könnte der Biologie-Leistungskurs 12 den Schulteich unter Aspekten der Umweltgestaltung und Ökologie anlegen.

Arndt Frauenrath, Senior-Chef des Unternehmens, betonte, dass das Interesse in der Lehrerschaft groß sei und Frauenrath sei auch gerne bereit, dem entgegenzukommen. Nicht nur in der Theorie solle alles besprochen werden, sondern die Arbeit eines Betriebsrates zum Beispiel auch einmal direkt erkundet werden können.

Die Elternpflegschaftsvorsitzende Renate Beumers-Rulands fand die Idee „einfach toll”. Denn nicht nur für die Schule, sondern fürs Leben lerne man. Wenn nun aufgezeigt werde, dass in der Praxis das Erlernte anwendbar sei, ergäben sich ganz neue Aspekte.

Schülersprecherin Elena Tronk erklärte, wie wichtig es für die Schülerinnen und Schüler sei zu sehen, dass das Erlernte wirklich für den Beruf gebraucht werde.

Abschließend erklärte Helmut Preuß, zuständiger Schuldezernent beim Kreis Heinsberg: „Hier haben sich zwei sehr starke Partner zusammengefunden. Es wird neue Impulse für die Schulentwicklung geben.” Interessierte Firmen, die ebenfalls eine Lernpartnerschaft anstreben, können sich an die Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Heinsberg wenden.