Wassenberg: Demenzerkrankte besser verstehen

Wassenberg : Demenzerkrankte besser verstehen

Eine zwölftägigen Schulung in zwei Blöcken absolvierten jetzt 22 hauswirtschaftliche Kräfte und examinierten Pflegekräfte und gerontologischen Fachkräfte, die in der Johanniter-Hausgemeinschaft Wassenberg als Präsenzkraft arbeiten und arbeiten werden, um den Tagesablauf der Bewohner zu begleiten, den diese im Rahmen ihrer Fähigkeiten und Interessen soweit wie möglich selber gestalten.

Das übergeordnete Schwerpunktthema der Schulung lautet „Kommunikation mit dementiell veränderten Menschen und deren Angehörigen”. „Das Hauptziel ist es, Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen, was jeder tun kann, wenn die kognitiven Kräfte eines Menschen nachlassen, um dennoch miteinander kommunizieren zu können”, sagte die Referentin und Schulungsleiterin Ingrid Diestelhorst. Ein Weg sei es, über die Gefühlsebene in Kontakt mit dementiell erkrankten Menschen zu treten. Die Schulungsteilnehmer lernten aber auch, dass es immer wichtig ist, auf die jeweilige Biographie zu schauen.

„So lassen sich Handlungen und Aussagen viel besser zuordnen”, betonte Diestelhorst. Zur Veranschaulichung mussten die Teilnehmer zunächst eine Selbstbiographie unter der Fragestellung „woran erinnere ich mich” schreiben. Der Anteil an Selbsterfahrungen neben viel Informationen und Theorie war bei der Schulung sehr hoch. „Beispielsweise haben wir die Augen geschlossen, um zu erfahren, wie man als ein Mensch, der schlecht sieht, Geräusche wahrnimmt”, erzählte die Referentin. Weitere Themen waren, wie es gelingt, die Angehörigen mit einzubeziehen, die Hausgemeinschaft an die Gemeinde oder den Ort anzubinden und den Tag in der Hausgemeinschaft zu strukturieren.