Wegberg: Dauercamper in Wegberg unerwünscht

Wegberg : Dauercamper in Wegberg unerwünscht

Nachdem in Wegberg vor kurzem einen Wohnmobilstellplatz eröffnet wurde, überprüft die Verwaltung derzeit die Möglichkeit, zusätzlich einen Zelt- und Campingplatz zu errichten.

Auf die entsprechende Anfrage der SPD-Fraktion während des Stadtmarketingprozesses hatte die Verwaltung im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung in Anbetracht der Situation in Rickelrath und im Merbecker Busch, wo es zu Dauerwohnverhältnissen gekommen ist, vorgeschlagen, dem Antrag nicht zu zustimmen.

„Nach Ansicht der Verwaltung sind die Erfahrungen, die die Stadt in der Vergangenheit mit der Errichtung von Campingplätzen gemacht hat, nicht sonderlich geeignet, weitere Platze anzusiedeln”, hieß es zur Begründung.

Denn neben der Schwierigkeit einer Umweltverträglichkeit hätte sich in vielen Fällen gezeigt, dass Zelt- und Campingplätze nur dann wirtschaftlich von einem Investor betrieben werden könnten, wenn dort auf Dauer feste Standplätze oder Aufstellplätze angeboten würden, wie es eben in Rickelrath und im Merbecker Busch der Fall sei.

Aus diesen Gründen empfahl die Verwaltung dem Ausschuss, jeden Schritt in Richtung eines Dauerwohnverhältnisses zu unterbinden, da in einem solchen Fall erhebliche Aufwendungen für zusätzliche Infrastruktureinrichtungen geschaffen werden müssten.

Für die CDU meinte der Fraktionsvorsitzende Heinz Nießen, ein Zelt- und Campingplatz solle nicht generell abgelehnt werden. Er schlug vor, bei der Beratung des neuen Flächennutzungsplaens einen neuen Standort für den gewünschten Platz zu überprüfen.

Einig waren sich alle darin, dass eine Entwicklung wie in Rickelrath nicht erwünscht ist. Es werde an einen rein touristischen Platz für etwa 50 Stellplätze gedacht, der über einen privaten Investor ermöglicht werden soll.