Waldfeucht: Das Haarener Feld bleibt der Zankapfel

Waldfeucht : Das Haarener Feld bleibt der Zankapfel

Im Haarener Feld kehrt keine Ruhe ein. Bei der jüngsten Sitzung des Rates der Gemeinde Waldfeucht wurden Umlegung und Bebauungsplan in Anwesenheit zahlreicher Anwohner erneut debattiert.

Nachdem die Interessengemeinschaft „Contra Haarener Feld” ein Schriftstück des Landgerichts Köln in die Diskussion gebracht hatte, nach dem der neu gefasste Umlegungsbeschluss erneut anfechtbar ist (wir berichteten), versuchte Fia Thebrath für die Fraktion der Grünen erneut einen Vorstoß, um die Auseinandersetzung vielleicht doch noch mit einem Kompromiss zur Zufriedenheit aller Parteien beizulegen. Sie plädierte dafür, die Ausbauplanungen vorerst zurückzustellen, um die Entscheidung des Landgerichts in einer weiteren Klage abzuwarten und so mögliche Kosten zu minimieren.

Bürgermeister Johannes von Helden lehnte den Vorstoß erneut ab mit dem Hinweis, dass es sich bei den anstehenden Beschlüssen lediglich um geringfügige Änderungen im Bebauungsplan handele. Außerdem habe der Gesetzgeber eindeutig keine aufschiebende Wirkung der Klage vorgesehen.

„Irgendwann muss es mal gut sein”, erklärte auch CDU-Fraktionssprecher Ralf Kretschmann. Richtig sei zwar, dass es ein so genanntes Normenkontrollverfahren gegen den Bebauungsplan gebe, dieses aber keine aufschiebende Wirkung habe. Außerdem bemängelte er, dass in der Sache ständig „Äpfel und Birnen” (Umlegungsbeschluss und Bebauungsplan) durcheinander gebracht würden.

Erwartungsgemäß passierte die erste Änderung des Bebauungsplanes Im Haarener Feld den Waldfeuchter Gemeinderat mit zwölf Ja-, sechs Nein-Stimmen und sieben Enthaltungen.