Kreis Heinsberg/Ratingen: Das Engagement von Willi Engels mit Sportplakette gewürdigt

Kreis Heinsberg/Ratingen : Das Engagement von Willi Engels mit Sportplakette gewürdigt

Genau 20 engagierte Bürgerinnen und Bürger aus NRW sind von der Landesregierung für besondere Verdienste um den Sport mit der Sportplakette ausgezeichnet worden — unter ihnen Willi Engels aus Heinsberg. Der in Kempen wohnende Ehrenamtler ist erst die vierte Person aus dem Kreis Heinsberg, die mit dieser hohen Auszeichnung im Land Nordrhein-Westfalen geehrt wurde.

Zuvor waren es Peter Peters in den 1990er Jahren, Konstantin Reifferscheid und Karl Wennmacher in den 2000er Jahren, nunmehr Willi Engels.

Der Kempener Ehrenamtler ist der vierte Preisträger aus dem Kreis Heinsberg. Foto: Heinz Eschweiler

Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, überreichte in Vertretung von Ministerpräsident Armin Laschet zusammen mit Werner Schneeloch, Vorsitzender des Landessportbundes NRW, diese Auszeichnung des Landes Nordrhein-Westfalen. „Schon als der Brief von der Staatskanzlei NRW kurz vor dem Urlaub eintraf, fühlte ich mich sehr geehrt“, freut sich Engels. „Denn diese Auszeichnung ist etwas ganz Besonders. Dass man eine Auszeichnung durch die Landesregierung NRW erhält, hat einen ganz besonderen Stellenwert und ist eine hohe Wertschätzung.“

In der Laudatio wurde das sportliche Wirken von Willi Engels herausgestellt. Bereits als 20-Jähriger war er Jugendbetreuer im Fußballsport, später dann Jugendleiter beim 1. FC Heinsberg-Lieck. Willi Engels war 20 Jahre lang Schiedsrichter sowie elf Jahre Staffelleiter und Jugendwart im Fußballkreis Heinsberg. Als Vorstandsmitglied war er zudem zuständig für den Breiten- und Freizeitsport.

Zwischen 1989 und 1998 engagierte sich Willi Engels als Vorsitzender des Jugendausschusses im Kreissportbund Heinsberg (KSB). Von 1998 bis 2007 war er Vorsitzender des Kreissportbundes. Seit 1993 ist Willi Engels Vorsitzender des Stadtsportverbandes Heinsberg, seit 2011 Vorsitzender des Vereins „Jugend aktiv“.

Großes Engagement gilt auch den internationalen Jugendbegegnungen. Bereits in der Sportjugend des KSB setzte Willi Engels Meilensteine mit internationalen Jugendseminaren sowie den Euro-Jugendtreffs. Dabei wurden viele Freundschaften mit Menschen aus dem Ostblock geschlossen. Nicht nur im russischen Arzamas ist Willi Engels ebenso bekannt wie hierzulande. Ferner organisiert Willi Engels mit dem Verein „Jugend aktiv“ zahlreiche Jugendbegegnungen an den Wochenenden.

Erst vor Wochenfrist hatte wieder ein Aktiv-Wochenende auf dem Kreisjugendzeltplatz in Birgelen stattgefunden. Und in der letzten Juliwoche (23.-30.) werden russische Freunde auf dem Zeltplatz in Brachelen begrüßt. 15 Personen fahren vom 12. bis 19. August nach Arzamas. Diesmal wird dort das 20-jährige Bestehen der Partnerschaft gefeiert werden.

Bereits 1989 wurde Willi Engels für seine Verdienste mit der Jugendleiter-Ehrennadel des Fußball-Verbandes Mittelrhein ausgezeichnet, seitdem wurde er mehrfach für sein Lebenswerk geehrt.

Als Willi Engels bei der Überreichung der Sportplakette in der Ratinger Stadthalle auf die Bühne gebeten wurde, erlebte er Minuten, die er „nie mehr vergessen“ wird. „Für mich war es eine weitere Ehre, dass Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder eigens zur Auszeichnung gekommen war und zu den ersten Gratulanten zählte“, betont Willi Engels.

Staatssekretärin Andrea Milz bekräftigte: „Ohne das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen und Verbänden, ohne die tatkräftige Unterstützung der Übungsleiterinnen und Übungsleiter, der Funktionärinnen und Funktionäre wäre der Erfolg des Sports in der Spitze und in der Breite nicht möglich.“ Hierzu bedürfe es Menschen, die etwas in die Hand nehmen, voran gehen, die aktiv werden, sich einsetzen, keine Mühen scheuen. „Menschen wie die Trägerinnen und Träger der Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen“, so die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in ihrer Laudatio.

(agsb)
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