Kreis Heinsberg: Das Deutsche Rote Kreuz bittet um Hilfe für Japan

Kreis Heinsberg : Das Deutsche Rote Kreuz bittet um Hilfe für Japan

Bei Gort Houben, dem stellvertretenden Vorsitzenden des DRK-Kreisverbandes Heinsberg, werden schmerzliche Erinnerungen an den 26. Dezember 2004 wach.

„Auch beim damaligen Tsunami gehörte die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondfamilie zu den ersten Helfern. Auch damals wurde kurzfristig versucht, den Opfern des Seebebens zu helfen und danach ein bis heute laufender Aufbauprozess in Gang gesetzt. Die uns jetzt vorliegenden Informationen aus Japan sind für uns Anlass, die Bevölkerung im Kreis Heinsberg um Hilfe zu bitten - für unsere Schwesterorganisation Japanisches Rotes Kreuz JRK.”

Houben beschreibt die bisherige Hilfe des JRK: „Unsere Kameraden in Japan setzen derzeit mehr als 800 Mitarbeiter in 134 Notfallteams ein. Medizinische Einsatzgruppen und Rotkreuzkrankenhäuser versorgen Kranke und Verletzte. Zudem wird psychosoziale Hilfe geleistet, um Betroffene mit ihren Sorgen und Nöten zu betreuen. Zurzeit werden weitere Feldkrankenhäuser errichtet. Blutkonserven sind ausreichend vorhanden; über 90.000 Decken wurden bereits verteilt oder stehen zur Verfügung.”

Im asiatischen Rotkreuz-Logistikzentrum im malaysischen Kuala Lumpur werden noch Decken, Hygienepakete und andere Hilfsmittel vorgehalten.

Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes IKRK hat im Rahmen seiner Suchdienstarbeit eine Sonderwebseite eingerichtet, um den Kontakt zwischen den Menschen, die sich im Chaos verloren haben, wieder herzustellen (http://www.familylinks.icrc.org).

Neben Bundespräsident Christian Wulff hat nach DRK-Angaben auch das Auswärtige Amt in einem Spendenaufruf darauf hingewiesen, dass die japanische Regierung zur Unterstützung des Japanischen Roten Kreuzes aufgerufen habe. Im Namen des DRK-Kreisverbandes Heinsberg schlossen sich Gort Houben, der stellvertretende Vorsitzende, und Wilfried Mercks, der Geschäftsführer, diesem Aufruf an: „Spenden an das DRK mit dem Stichwort Tsunami 2011 werden an das Japanische Rote Kreuz weitergeleitet und leisten dort wertvolle Hilfe bei der Bewältigung der aktuellen Situation!” Von Sachspenden solle abgesehen werden, so das DRK.

Das Spendenkonto des DRK-Kreisverbandes Heinsberg bei der Kreissparkasse Heinsberg (Bankleitzahl 31251220) hat die Nummer 31203. Das Stichwort lautet: Tsunami 2011.