Kreis Düren: Damit ein Umzug kein Hindernis ist

Kreis Düren : Damit ein Umzug kein Hindernis ist

Wenn Jugendliche an ihrem Wohnort keinen oder nicht den passenden Ausbildungsplatz finden, bleibt häufig nur der Umzug in eine andere Stadt oder Gemeinde.

Da die Ausbildungsvergütung in aller Regel nicht ausreicht, den eigenen Lebensunterhalt samt Miete zu bestreiten, zahlt die Arbeitsagentur Düren unter bestimmten Voraussetzungen eine Berufsausbildungsbeihilfe, kurz BAB.

Den Zuschuss gibt es nur dann, wenn eine tägliche Pendelfahrt zwischen dem Haushalt der Eltern und der Ausbildungsstelle unzumutbar ist. Das ist dann der Fall, wenn Azubis mehr als zwei Stunden pro Tag für den Hin- und Rückweg benötigen. Wartezeiten zählen übrigens mit. Auszubildende über 18 Jahre oder mit eigener Familie können auch dann Anspruch auf die Beihilfe haben, wenn die Wegstrecke kürzer ist.

Grundsätzlich richtet sich die Höhe nach der Art der Unterkunft am Ausbildungsort und der Art der Ausbildung (beruflich oder berufsvorbereitend). Zudem werden die Ausbildungsvergütung und ein Teil des Elterneinkommens vom Beihilfeanspruch abgezogen. Ob ein Antrag auf die Beihilfe Aussicht auf Erfolg hat, lässt sich zumindest annäherungsweise mit einem Internet-Rechner der Arbeitsagentur ermitteln (http://babrechner.arbeitsagentur.de).

Ein Antrag auf BAB kann jederzeit gestellt werden, allerdings gibt es die Leistung nicht rückwirkend. Zudem wird die BAB nicht für die gesamte Ausbildung, sondern zunächst nur für höchstens 18 Monate bewilligt. Reicht die Beihilfe nicht aus, um die Wohnung am Ausbildungsort zu finanzieren, ist auch ein Zuschuss zu den Miet- und Heizkosten möglich.