Gangelt: Dahlmanns steht weiter an der Spitze der CDU

Gangelt : Dahlmanns steht weiter an der Spitze der CDU

Gut besucht war am Montagabend die Gaststätte Derichs in Birgden bei der Mitgliederversammlung des CDU-Gemeindeverbandes Gangelt.

Vertreter aus den Ortsverbänden Birgden, Breberen, Gangelt und Langbroich-Schierwaldenrath waren gekommen. Sie waren auch gespannt, was der „Berliner” aus dem Kreis Heins-berg, Leo Dautzenberg, zur aktuellen politischen Lage erklären würde.

Vorsitzender Erwin Dahlmanns begrüßte auch Ehrenvorsitzenden Heinrich Aretz, Kreisvorsitzenden Dr. Hanno Kehren sowie Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen. Höhepunkt der Versammlung war sicherlich die Neuwahl des Vorstandes: Es herrschte Einigkeit im Gemeindeverband, und so gab es ein klares Ergebnis (siehe unten).

Der Bürgermeister und der Fraktionsvorsitzende der Gemeinde-CDU, Horst Helbig, sprachen die angespannte Haushaltslage in den Kommunen an.

Ratsmehrheit soll weiter ausgebaut werden

Der Fraktionsvorsitzende blickte wie Dahlmanns zur Kommunalwahl 2004, die für den 26. September terminiert ist. Dann möchte der Gemeindeverband Gangelt erneut ein starkes Team ins Rennen schicken und seine Ratsmehrheit weiter ausbauen.

Helbig erwähnte außerdem ein Problem mit den sachkundigen Bürgern: „Wir hatten 25 sachkundige Bürger, wobei neun das Handtuch geschmissen haben. In ihrer Sache möchten sie mitarbeiten, doch das Aufgabengebiet auf breiter Basis der Gemeindepolitik scheuen sie dann.”

Bundestagsabgeordneter Leo Dautzenberg sprach schließlich über die von Kanzler Gerhard Schröder vorgestellte „Agenda 2010”: „Die Inhalte sind teilweise die Vorstellungen, die wir schon vor drei bis vier Jahren hatten. Doch da wurde dieses Papier als Politik der sozialen Kälte abgetan”, sagte der Heinsberger. „Und was wir von der CDU auf keinen Fall mitmachen”, unterstrich er mit Nachdruck, „ ist die Rente erst mit 67 Jahren!”

Leo Dautzenberg kritisiert Ulla Schmidt

Zur Rentenpolitik stieg Dautzenberg ein, als stünde er am Rednerpult im Bundestag: „Die Lebensarbeitszeit muss eine wichtige Rolle spielen. Wenn einer 45 Jahre lang gearbeitet hat, dann steht ihm die Rente zu - und dies ohne Abzüge.” Zum Thema Krankenversicherung griff er dann Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt an: „Sie weist zwar eine Zwei-Klassengesellschaft von sich, doch wir haben diese bereits.”

Und Leo Dautzenberg griff in der Versammlung noch ein weiteres heißes Eisen der Steuerpolitik auf: „Da wird hoch und heilig versprochen, es komme keine Steuererhöhung, und zwei Tage später werden die Zigarettenraucher um einen weiteren Euro pro Packung zur Kasse gebeten.”