Erkelenz: Christa Thoben lobt den „gebauten Klimaschutz”

Erkelenz : Christa Thoben lobt den „gebauten Klimaschutz”

An der Chlodwigstraße im Erkelenzer Norden wurde gestern die landesweit erste Solarsiedlung eingeweiht. Sie umfasst 22 Reihenhäuser und wurde von der Erkelenzer Sommer Passivhaus GmbH errichtet.

NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben ließ es sich nicht nehmen, der Einladung nach Erkelenz zu folgen und eine Infotafel zu enthüllen.

Begrüßt wurde sie auch von Bürgermeister Peter Jansen, der sich über diesen dritten Ministerbesuch in Erkelenz freute. „Man ist in Düsseldorf auf uns aufmerksam geworden”, sagte er. In dem rund 50 Hektar großen Wohngebiet haben inzwischen etwa 3100 Menschen eine Heimat gefunden. Getreu dem Slogan „Tradition und Moderne” sei die Stadt für die Zukunft und die Aufgaben, die sich durch die Umsiedlung der vom Tagebau betroffenen Bürger ergeben, gewappnet.

Adolf Sommer fasste den Sinn des Passivbauens mit einer knappen Formel zusammen. „Die besten Kilowattstunden sind die, die nicht produziert werden müssen.” Sein Dank galt vor allem den Kunden, die von der Idee des Passivhauses überzeugt seien und die Planung der Siedlung ermöglicht hatten. „Global denken und verhandeln tun viele”, betonte die Ministerin bei der Einweihung. „Wenn es aber drauf ankommt, ist lokales Handeln gefragt.”

Sie dankte dem Architekten Adolf Sommer für sein Engagement und betonte, dass gerade mittelständische Firmen ein hohes innovatives Potenzial besäßen. Die Solarsiedlung ist Teil des landesweiten Projektes „50 Solarsiedlungen für NRW”, in dessen Rahmen der Bau eines Passivhauses vom Land mit jeweils rund 6000 Euro unterstützt wird. Die Siedlung an der Chlodwigstraße bezeichnete sie als „gebauten Klimaschutz”. Christa Thoben betonte den Vorbildcharakter der Siedlung, denn „nichts ist überzeugender als ein umgesetztes, funktionierendes Beispiel”.

Die Solarsiedlung trage dazu bei, diesen Baustandard weiter in den Markt zu führen. Die Erkelenzer Solarsiedlung ist eine von 21 fertiggestellten Siedlungen in Nordrhein-Westfalen. Weitere 15 befinden sich noch im Bau.