Kreis Heinsberg: CDU: Krückel ruft zu stilvollem Umgang miteinander auf

Kreis Heinsberg : CDU: Krückel ruft zu stilvollem Umgang miteinander auf

Mit Delegiertenwahlen und Satzungsänderungen prägten viele Formalien den Kreisparteitag der CDU im Bürgerhaus von Wassenberg-Effeld. Bürgermeister Manfred Winkens hieß die Vertreter aus den Stadt- und Gemeindeverbänden im Gold- und Spargeldorf willkommen.

Kreisvorsitzender Bernd Krückel sprach in seinem Bericht die Vorbereitung auf die Kommunalwahl an und dankte in diesem Zusammenhang der von Matthias Biergans geführten Kreisgeschäftsstelle für die organisatorische Arbeit. Das Nominierungsverfahren sei „eine besondere Herausforderung”, so Krückel, der an seine Parteifreunde appellierte, dieses Verfahren in einer Form zu gestalten, „dass man auch nach einer Nominierung noch miteinander reden und umgehen kann”.

Es gehe nicht, „dass Porzellan zerschlagen wird, das nicht mehr zu kitten ist”, rief er zu stilvollem Umgang miteinander auf. Mit Blick auf die Kreispolitik sprach er die UB-UWG an, die sich kreisweit formiere und damit ein ernsterer Mitbewerber werde. Aber derjenige, der dort die Führungsposition innehabe, habe bewiesen, dass er nicht in der Lage sei, eine fünfköpfige Fraktion zu führen (Walter Leo Schreinemacher, Nr.1 der UB-UWG, war vor Spaltung der FDP-Kreistagsfraktion deren Vorsitzender). Krückel riet zu einem guten Stück Gelassenheit. Es gelte weiter der Satz: „Wenn wir scheitern, dann werden wir an uns scheitern!”

Norbert Reyans, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, kündigte an, dass der Kreishaushalt erst im Januar eingebracht werde. Die späte Einbringung sei der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) geschuldet. „Es ging vor allem darum, verlässliche Zahlen für die so wichtige Eröffnungsbilanz zu haben.”

In seinem Bericht sprach Reyans als ein sehr wichtiges Thema den Umgang mit radikalen Gruppierungen von Rechts wie von Links an. „Unrühmliche Aktionen der letzten Wochen und Monate im Kreis sollten alle demokratischen Kräfte wachrütteln”, so Reyans. Dieses Thema sei nicht geeignet für parteipolitische Profilierungssüchte. Gemeinsam sollten die demokratischen Parteien Flagge zeigen. Er kündigte ein gemeinsames Konzept an, das nicht gekennzeichnet sei von einmaligen Aktionen; „es soll langfristig sein”.

Einstimmig angenommen wurde beim Parteitag ein gemeinsamer Initiativantrag von Junger Union und Agrarausschuss. Sie forderten, „dass die Politik und die Milchindustrie sich in Zusammenarbeit mit den Milchbauern für eine faire Entlohnung von Milch und Milchprodukten einsetzen”. Ferner sollten die politisch Verantwortlichen Rahmenbedingungen für einen Quotenausstieg 2015 schaffen. Mit Hilfe eines Fonds, so erläuterte Josef Schmitz vom Agrarausschuss am Rande des Parteitags das Anliegen, solle der Übergang aus der Milchquote verträglich für die Milchviehbetriebe ausgestaltet werden.

„Wichtig für unsere Region ist es, dass auch die zukunftsorientierten Betriebe im Kreis Heinsberg bei der Ausgestaltung berücksichtigt werden.” Die Politik müsse darauf achten, dass nicht nur die Milchviehbetriebe in Grünlandregionen wie Eifel, Sauerland oder Bayern einen Ausgleich aus dem Milchfonds erhalten würden.

Delegierte zu Bundesparteitag, Landesparteitag, Bezirksversammlung und Vollversammlung der EVP Euregio Maas-Rhein wurden beim CDU-Kreisparteitag gewählt. Zum Bundesparteitag wurden Leo Dautzenberg MdB (114 Stimmen), Bernd Krückel MdL (90), Dr. Gerd Hachen MdL (74), Karin Mainka (55), Dr. Hanno Kehren (52) und Erwin Dahlmanns (43) entsandt. Als Ersatzdelegierte wurden Anna Stelten (41 Stimmen), Bernd Jansen (36), Renate Engel (34), Christoph Kaminski (32), Silke Vieten (29) und Herbert Eßer (26) bestimmt.