Kreis Heinsberg: CDA fordert: Hausbesuche in Zukunft wichtiger

Kreis Heinsberg : CDA fordert: Hausbesuche in Zukunft wichtiger

„Der ärztliche Bereitschaftsdienst muss demografiefest gemacht werden!“ Dies hat Alexander Scheufens, Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) im Kreis Heinsberg, gefordert. Bei einer Vorstandssitzung diskutierte die CDA-Führung mit Dr. Hanno Kehren, Arzt und CDU-Kreistagsmitglied, die Zukunft des ärztlichen Bereitschaftsdienstes.

Nach den im Februar bekannt gewordenen Planungen der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) würde es im Kreis Heinsberg in Zukunft statt drei nur noch eine Notfallpraxis geben. Dagegen waren viele Proteste laut geworden. Unterschriften wurden gesammelt.

Kehren berichtete von intensiven Gesprächen mit der Ärzteschaft. Denn nicht die Politik habe das letzte und entscheidende Wort, sondern die Ärzteschaft. „Nur in Zusammenarbeit mit den Ärzten und Fachleuten als Entscheider kann sich die Kreispolitik erfolgreich für die Erhaltung aller drei Standorte einsetzen.“ Vom Kreistag war auf Vorschlag von CDU und FDP ein interfraktionelles Gremium ins Leben gerufen worden, in dem auch Ärzteschaft, Rettungsdienst und Krankenhäuser mitwirken sollen. „Wir sollten dabei über ein Modell nachdenken, wie verhindert wird, dass die Notaufnahmen der Krankenhäuser Patienten versorgen müssen, denen schneller und besser im haus- und fachärztlichen Bereitschaftsdienst geholfen werden kann“, so Kehren. Die CDA stellte sich ausdrücklich hinter das Vorgehen der CDU-Kreistagsfraktion.

„Nur ein Bereitschaftsdienst für das gesamte Kreisgebiet reicht nicht aus“, erklärte Norbert Reyans, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion und CDA-Vorstandsmitglied: „Wir müssen die demografische Entwicklung stets im Auge behalten. Deshalb brauchen wir eine Gesamtlösung, in der der Fahrdienst gestärkt wird.“ Der CDA-Kreisvorsitzende Scheufens ergänzte: „Gerade für eine immer älter werdende Bevölkerung wird die mobile Versorgung durch Hausbesuche in Zukunft wichtiger.“