Heinsberg: Canzonisten als bravouröse Musikkabarettisten

Heinsberg : Canzonisten als bravouröse Musikkabarettisten

Das Vokal-Theater „Cöllner Canzonisten” stellte jetzt in Heinsberg sein neues Programm vor. „Kennen Sie Circe? - Liebe und andere Katastrophen” lautete das Motto des seit zehn Jahren bestehenden Kölner Ensembles.

Der Einladung der Anton-Heinen-Volkshochschule in die Heinberger Begegnungsstätte waren zahlreiche Musikinteressenten gefolgt.

Die Canzonisten Wolf Geuer, Klaus-
Erich Hilgeroth (beide Tenor), Christoph Scheeben (Bariton), Heribert Feckler (Bass) und Peter Schneider (Klavier) brachten Bewegung und Mimik stets mit ihren Texten in Einklang.

Das Publikum fühlte sich angesprochen und war offensichtlich amüsiert. Dies konnte Sarah Dieder nur bestätigen, denn für sie „sprang der Funke über”. Auch Edna Rödig und Irina Schroeders fanden das Programm unterhaltsam, obwohl es ihrer Musikrichtung nicht ganz entsprach.

Wie unschwer zu erkennen war, stand das stilvolle und klassische Aussehen des A-cappella-Ensembles in einem deutlichen Kontrast zu seinen spritzigen musikalischen Glanzpunkten.

Damit die einzelnen Stücke für jedermann gut verständlich waren, gab das Vokal-Ensemble kurze Einweisungen in die Thematik.

Während die Canzonisten im ersten Teil des Konzerts auf Gedichte und Lieder von Erich Kästner, Heinz Erhardt und Friedrich Holländer („Eine kleine Sehnsucht braucht jeder zum Glücklichsein”) zurückgriffen, standen nach der Pause die Geschichte vom „Stunk zwischen Maria Stuart und Elisabeth” sowie Wagners Kurzoper „Der fliegende Spargel” im Mittelpunkt des Geschehens.

Theo Krings, Leiter der Jugendmusikschule Heinsberg, war besonders von der Klavierbegleitung angetan, da diese seiner Meinung nach viele Zitate verschiedener Musikrichtungen aufgriff.

Die Zuhörer waren begeistert, applaudierten und baten um Zugaben der Musikkabarettisten.

Die freuten sich über den Beifall und waren gerne bereit, einige Extras zu liefern.