Waldfeucht-Haaren: Cafeteria macht Hallenbad wieder attraktiv

Waldfeucht-Haaren : Cafeteria macht Hallenbad wieder attraktiv

Nun soll es ganz schnell gehen mit der Modernisierung und Renovierung des Hallenbads der Gemeinde Waldfeucht in Haaren.

Ende der Woche soll die Ausschreibung erfolgen, am 1. April der Baubeginn und zum Jahreswechsel bereits die Wiederöffnung, so Bürgermeister Johannes von Helden, der die Pläne dazu auf der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Haaren vorstellte und erläuterte.

Auf 2,2 Millionen Euro sind die Kosten veranschlagt, die jedoch vornehmlich in die dringend zu erneuernde Technik fließen werden. Nach 30 Jahren sei die Technik nicht nur überholt, sondern auch verschlissen, informierte der Bürgermeister die CDU-Mitglieder.

Dass bei dieser Gelegenheit ein bereits seit mehr als fünf Jahren bestehender Plan, das Hallenbad durch die Erweiterung um einen Wintergarten attraktiver zu machen, realisiert wird, hängt nicht zuletzt mit der maroden Fensterfront des Bades zusammen. Diese muss, wie auch die Dampfsperre und die verrottete Isolierung nebst Dachhaut, ersetzt werden.

Eine neue Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung, eine Reduzierung des zurzeit erheblichen Wasserverlustes durch die bisherigen Überläufe durch einen geschlossenen Wasserkreislauf mit Filteranlage und die Umstellung der Chloranlage auf eine elektrolytische Chlorversorgung werden zukünftig zu erheblichen Einsparungen bei den Betriebskosten beitragen.

Seit der Eröffnung des Hallenbades 1975 wurde an der Technik nichts mehr erneuert. Bürgermeister Johannes von Helden nutzte die Gelegenheit, den Bademeistern, die es immer noch verstünden, eine gute Wasserqualität zu gewährleisten, für ihr Engagement herzlich zu danken. Trotz seines Alters seien die Sauberkeit des Bades und die Freundlichkeit des Personals von den Besuchern stets gelobt worden.

Moderne Technik soll in Zukunft außerdem zu einer Erweiterung der Öffnungszeiten führen, dann nämlich, wenn Vereine und Gruppen ihre eigenen Rettungsschwimmer zum Training mitbrächten und die Anwesenheit eines Bademeister somit nicht erforderlich sei.

Mit dem Anbau des Wintergartens erhält das Hallenbad Haaren zusätzlich eine Cafeteria, die von der vorhandenen Restaurantküche aus bedient werden kann, eine Ruhezone und eine weitere Zone, die zum Beispiel Eltern mit Kindern zur Verfügung gestellt werden könnte.

Mit dem Ruhe- und Aufenthaltsbereich trägt man den vielfachen Wünschen der Besucher Rechnung, die gerade dies beim Hallenbad in Haaren bisher vermissten. Zwei Türen in der Fensterwand des Wintergartens, zunächst als Fluchttüren konzipiert, ermöglichen eventuell eine spätere Öffnung des Bades nach draußen zu einer Liegewiese.

Darüber hinaus wird der Arbeitsplatz der Bademeister neu als Insel mit der Möglichkeit von Frischluftzufuhr von außen in diesem Bereich untergebracht, zugleich mit einem besseren Blick auf das Nichtschwimmerbecken und das große Becken. Nach wie vor getrennt bleiben sollen diese beiden Bereiche durch die vorhandene Wand. Beheizt wird das Hallenbad künftig durch ein mit Biogas betriebenes betriebenes Blockheizkraftwerk.

Mit der Renovierung und Erweiterung möchte die Gemeinde Waldfeucht für ihre Bevölkerung nicht nur ein Stück Lebensqualität erhalten, sondern auch die Besucherzahl des Bades steigern, die bisher bei 70.000 bis 80.000 pro Jahr liegt. Hier die 100.000-Marke zu erreichen, sei das erklärte Ziel, so Bürgermeister Johannes von Helden.

Stolz ist man in der Gemeinde Waldfeucht außerdem, dass durch das Hallenbad in Haaren bisher allen Schülern in der Gemeinde Schwimmunterricht ermöglicht werde. Auch dies sei ein Aspekt, den es mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit eines Bades, das nie ohne Zuschüsse zu betreiben sei, zu berücksichtigen gelte.