Kreis Heinsberg: Bundesweite Aktionswoche: „Alkohol? Kenn dein Limit”

Kreis Heinsberg : Bundesweite Aktionswoche: „Alkohol? Kenn dein Limit”

„Wir im Kreis Heinsberg möchten verstärkt den Blick auf das Thema Alkohol lenken und uns mit Fragen Betroffener, Angehöriger und anderer beteiligter Personen auseinandersetzen und auf bestehende Hilfesysteme hier im Kreis Heinsberg aufmerksam machen”, erklärte Ilona van Halbeek, Suchtprophylaxefachkraft des Kreisgesundheitsamtes Heinsberg.

Denn in Deutschland und damit auch im Kreis Heinsberg werde zu viel Alkohol getrunken. Etwa 1,3 Millionen Menschen gelten in Deutschland als alkoholabhängig, bei etwa zwei Millionen liegt ein Alkoholmissbrauch vor, über 9,5 Millionen betreiben einen riskanten Konsum.

Grund genug, sich aus Anlass der bundesweiten Aktionswoche Alkohol unter dem Motto „Alkohol? Kenn dein Limit” mit einem verantwortungsvollen Konsum von Alkohol auseinanderzusetzen. Den Alkoholkonsum zu reduzieren, das Bewusstsein für die Problematik zu schärfen und die Stigmatisierung von Menschen mit Alkoholproblemen zu überwinden, das sind nur einige Ziele der Aktionswoche.

Am Montag, 22.Juni, erhalten betroffene und interessierte Bürger aus dem Kreis die Möglichkeit, von 18 bis 20 Uhr ihre Fragen und Anliegen mit Experten aus verschiedenen Bereichen zu besprechen. Als Ansprechpartner stehen in dieser Zeit zur Verfügung: Klaus und Siggi von der Selbsthilfegruppe der Anonymen Alkoholiker, 02452/135382; Melanie Miller, Suchtberaterin des Kreisgesundheitsamtes Heinsberg, 02452/135324; Ilona van Halbeek, Suchtprophylaxefachkraft des Kreisgesundheitsamtes Heinsberg, 02452/135317.

„Es ist uns ein Anliegen, eine möglichst breite und vielschichtige Bevölkerungsgruppe zu erreichen und unterschiedliche Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene, für Partner, für Eltern und Kinder, aber auch für anderweitig beteiligte Personen wie zum Beispiel Lehrer oder Freunde aufzuzeigen. Alkohol gehört zu unserer Gesellschaft dazu, daher ist es weder ratsam noch glaubwürdig, die Augen davor zu verschließen. Ansprechen statt Schweigen ist daher das Ziel”, so Ilona van Halbeek.