Waldfeucht-Bocket: Bombe im Museum als Lüge entlarvt

Waldfeucht-Bocket : Bombe im Museum als Lüge entlarvt

Hans Stellmacher, nicht nur in Bocket als Initiator und Betreiber des Radiomuseums bekannt, fiel am Dienstag, kurz nach 11 Uhr, aus allen Wolken.

Die Kreispolizei Heinsberg, angereist in zwei Dienstfahrzeugen, klingelte an seiner Tür und teilte dem völlig Verduzten mit, dass sich in seinem Haus eine Bombe befinden solle.

Streng genommen dürfe das Haus schon gar nicht mehr in seinen Fundamenten stehen, denn bereits um 11 Uhr hätte sie detonieren müssen.

Das jedenfalls hatte der „Attentäter” um 10.45 Uhr den Beamten im fernen Berlin mitgeteilt, die daraufhin schleunigst ihre Heinsberger Kollegen informierten, um zu retten, was zu retten war.

Im Ernstfall, so Polizeihauptkommissar Norbert Schröders, wäre da wohl nichts mehr zu machen gewesen. Glücklicherweise hatte der Berliner Anrufer jedoch gelogen.

Der Urheber der Polizeiaktion konnte nach Aussage von Hans Stellmacher schnell ermittelt werden.

Es handelt sich offenbar um einen Mann, der schon seit geraumer Zeit die Gesellschaft der Freunde der Geschichte des Funkwesens und diverse Einzelpersonen per Internet mit nationalsozialistischem Gedankengut traktiert.

„In meiner Internetseite gibts ein Forum, wo jeder eine Mitteilung hinterlassen kann, der etwas sucht”, erklärt Stellmacher.

Anzeige erstatten

Als er die Machwerke des Berliners hieraus entfernte und auch noch eine entsprechende Warnung veröffentlichte, wurde er zur verhassten Zielperson. „Ich werde Anzeige erstatten. So etwas kann man sich nicht gefallen lassen.”