"Blech" muss aus der Kölner Straße raus

"Blech" muss aus der Kölner Straße raus

Erkelenz (an-o) - Die Kölner Straße soll zwischen Bahnhof und Kölner Tor zu einem verkehrsberuhigten Geschäftsbereich umgestaltet werden. Diesen Beschluss fasste jetzt er Ausschuss für Stadtenwicklung bei zwei Gegenstimmen aus den Reihen der Bürgerpartei und der UWG.

Die Entscheidung, im Zuge der Rahmenplanung südliche Innenstadt Erkelenz-Mitte sei, die Omnibusse ganz und die Autos fast ganz aus der Kölner Straße zu verbannen, sei das Ende dieser Geschäftsstraße, begründete UWG-Ratsherr Axel Wilms seine ablehnende Haltung. Wilms wörtlich: "Die Kölner Straße sollte unsere beste Straße sein. Die jetzt vorgesehene Sanierung aber gibt ihr den Rest." Bereits vorher hatte Ratsherr Karl-Heinz Frings von der Bürgerpartei erklärt: "Was hier geplant ist, verschlägt mir fast die Sprache." So weit kam es dann aber nicht, den Frings kritisierte munter weiter und betonte, die Stadt Erkelenz stehe geschäftsmäßig vor dem Kollaps. Das beweise nicht zuletzt die große Zahl der leer stehenden Ladenlokale.

An der von der Verwaltung und schließlich auch von der Ausschussmehrheit favorisierten Rahmenplanung haben sich laut Technischem Beigeordneten Ansgar Lurweg zahlreiche Anlieger mit Anregungen und Bedenken tatkräftig und fruchtbar beteiligt. Kernstück ist neben der Kölner Straße ohne Omnibusse und Autos eine Straßenverbindung vom Freiheitsplatz über den Heinrich-Jansen-Weg bis zur Tenholter Straße, über die der Verkehr dann abfließen könnte. Entlang dieser Straße könnten nach Ansicht der Planer weitere Parkmöglichkeiten geschaffen und Ladenlokale gebaut werden.

Die Sprecher von CDU und SPD begrüßten das Vorhaben. Ratsherr Heinz Küppers (CDU) betonte, die Kölner Straße müsse vom Blech entrümpelt werden. Ferdi Kehren von der SPD betonte, ohne Omnibusse auf dieser Straße, sei der "Feller-Propeller", der nach Ansicht der SPD zudem negative Auswirkungen auf das Geschäftsleben habe, überflüssig. Die Kölner Straße gewinne zugunsten von Fußgängern und Radfahrern an Attraktivität.

Der unendlichen Geschichte "Skateanlage am Adam-Stegerwald-Hof" fügte der Ausschuss ein weiteres Kapitel an. Die Verwaltung legte eine "abgespeckte" Planung vor, die außerdem an der südlichen und westlichen Seite der Anlage eine "Lärmschutzmaßnahme" mit einer Höhe von drei Metern vorsieht. Das hat der Gutachter des Staatlichen Umweltamtes Aachen empfohlen, der ansonsten festgestellt hat, dass die zulässigen Immissionsrichtwerte tags nicht überschritten werden.

Heftige Diskussion

Trotzdem wurde im Ausschuss erneut heftig über den Standort der Anlage, der bereits vor Monaten vom Jugendhilfeausschuss für gut befunden wurde, heftig diskutiert. Auch hier taten sich wieder Bürgerpartei und UWG hervor, die die Anlieger belästigt und die Kinder und Mütter auf dem angrenzenden Spielplatz durch die Jugendlichen gefährdet sahen.