Erkelenz: Bläser-Truppe mit ungemein viel Gefühl

Erkelenz : Bläser-Truppe mit ungemein viel Gefühl

„Ich habe mich jeden Freitag auf diese Stunde mit den Kindern gefreut”, sagt Hans-Paul Breuer, der Dirigent der Bläserklasse des Städtischen Musikvereins Erkelenz. Der Abschied von seinen Musikschülern fällt ihm sichtlich schwer. Voller Stolz trägt Hans-Paul Breuer, das selbst entworfene T-Shirt, das seine Klasse ihm gerade geschenkt hat.

Vor zwei Jahren begann das Projekt „Bläserklasse” des Städtischen Musikvereins mit der Franziskus- und Luise-Hensel-Schule. Achtzehn Mädchen und Jungen gehörten zu den Teilnehmern. Die Idee zur Bläserklasse stammt aus den Vereinigten Staaten. Ziel dabei war es, dass jeder Schüler ein Orchesterblasinstrument erlernt und in der Gemeinschaft musiziert.

Durch dieses Projekt lernten die Schüler nicht nur auf einem Instrument zu spielen, sondern auch erste Schlüsselqualifikationen auf spielerische Art zu erwerben. Dazu gehört beispielsweise, dass man einander zuhört, Rücksicht nimmt und sich gegenseitig unterstützt. Von Anfang an begleitete Hans-Paul Breuer das Projekt. Ihm gelang es, die Nachwuchsmusiker für ihre Instrumente zu begeistern. „Wir haben viel gelernt. Neue Töne, Noten und das richtige Zusammenspiel mit unserem Dirigenten”, war der einhellige Tenor der teilnehmenden Schüler, denen die Begeisterung in den Gesichtern geschrieben stand.

Um die musikalische Weiterentwicklung zu gewährleisten, unterrichteten Lehrer und erfahrene Ausbilder des Städtischen Musikvereins Erkelenz die Nachwuchsmusiker. Die Reihe der erlernten Musikstücke während der zweijährigen Ausbildung ist lang gewesen. Der Gospelsong „When the saints go marching in”, „Kumbaya my lord” oder „Freude schöner Götterfunken” aus der 9. Sinfonie Beethovens sind nur einige der Lieder, die die Jungmusiker erlernt haben. Entscheidend für den Erfolg des Projekts war natürlich die richtige Zusammensetzung des Orchesters mit den verschiedenen Instrumenten. „Von der Flöte bis zur Tuba muss alles besetzt sein”, erläutert Dirigent Breuer.

Neben den verschiedensten Blasinstrumenten gehörten ebenso Schlaginstrumente zum Programm. Alle Instrumente wurden vom Musikverein gegen eine geringe monatliche Gebühr gestellt. Um in einem Orchester erfolgreich musizieren zu können, wird natürlich entsprechendes Übungsmaterial benötigt. Dafür wurde das Unterrichtswerk „Essential Elements” aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.