Kreis Heinsberg: Bistum fusioniert Gemeinden im Kreis Heinsberg

Kreis Heinsberg : Bistum fusioniert Gemeinden im Kreis Heinsberg

Bischof Heinrich Musinghoff hat am Wochenende 160 Pfarreien angeschrieben und ihnen seine Entscheidung über die geplanten Auflösungen und Fusionen informiert. Seit März wurden die geplanten 45 Fusionen sorgfältig geprüft.

In 19 Fällen werde die Vereinigung der Pfarreien wie geplant umgesetzt, hieß es in einer Stellungnahme des Bistums. Die beiden vorgesehenen Vereinigungen von Pfarreien in Titz und Jülich werden nicht umgesetzt.

In sieben Fällen wird die Fusion aufgeschoben, darunter auch die Fusion der Wegberger Pfarreien St. Peter und Paul (6959 Mitglieder) und St. Vinzenz Beeck (2478 Mitglieder).

Deren Vereinigung soll jedoch in vier Jahren erfolgen. „Gerade die Beecker hatten die bevorstehende Fusion wie eine Strafe betrachtet”, erklärte der Regionaldekan Winfried Müller auf einer Pressekonferenz im Mönchengladbacher Haus der Region.

Einiges Erstaunen wird es auch in Wassenberg geben, wo nicht nur die beiden vorgesehenen Gemeinden St. Georg (2449 Mitglieder) und St. Mariä Himmelfahrt (1378 Mitglieder), sondern alle sieben Pfarreien ab 2010 zu einer Pfarrei mit insgesamt 10.475 Mitgliedern zusammengefasst werden sollen.

Ähnlich wird auch in Übach-Palenberg vorgegangen, wo zum Beginn des Prozesses nur die drei Pfarreien St. Fidelius, St. Dionysius und St. Theresia für eine Fusion vorgesehen waren. Die neue große Gemeinde Übach-Palenberg wird rund 14.700 Mitglieder haben.

In Erkelenz werden schon ab Anfang 2009 die Gemeinden St. Lambertus und St. Martin Borschemich zusammengefasst. Dabei wird die Borschemicher Gemeinde aufgelöst und in St. Lambertus integriert. Die Zahl der Gemeindemitglieder in St. Lambertus wächst dann um 380 auf 11.385.

Die Fusion der Hückelhovener Gemeinden St. Lambertus (2819 Mitglieder) und St. Barbara (1209 Mitglieder) ist ebenfalls beschlossene Sache. Über den Namen der neuen Gemeinde müssen sich die Kirchenvorstände noch einigen.

In Geilenkirchen sind die Gemeinden St. Mariä Himmelfahrt (6406 Mitglieder) und St. Johann Baptist (1596 Mitglieder) betroffen. Dabei wird die Hünshovener Gemeinde aufgelöst und erhält mit der Vereinigung Anfang 2010 den Namen St. Mariä Himmelfahrt.

Die Fusionen dienten der Entlastung der hauptamtlichen Seelsorger, betonte Müller. Darüber hinaus erleichtere die Zusammenlegung der pfarrlichen Gremien auch die Arbeit der ehrenamtlich tätigen Gemeindemitglieder. Eine allgemein ablehnende Haltung der Pfarreien zur Fusion gebe es nicht, allerdings wären sie leichter umzusetzen, wenn „der Bischof es verfügen würde”, betonte Müller.