Heinsberg/Waldfeucht: Bischof Mussinghoff segnet Kinder der Region

Heinsberg/Waldfeucht : Bischof Mussinghoff segnet Kinder der Region

Fünf dicke weiße, mit kleinen bunten Wachsmotiven liebevoll verzierte Kerzen stehen auf dem Altar in St. Nikolaus Rurkempen.

Sie gehören den fünf Klassen der Katholischen Grundschule gleich neben der Kirche. Gemeinsam haben die Kinder sie zu Beginn des Schuljahres mit Wachs geschmückt und aus einem ganz besonderen Grund mit in die Kirche gebracht: Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff ist zu Besuch. Er möchte die Kinder segnen.

„Halte zu mir guter Gott”, klingt aus den 128 kleinen Kehlen, begleitet von Lehrerin Elfi Tholen mit der Gitarre, als der Bischof von Aachen die Kirche betritt und im Altarraum Platz nimmt. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Dr. Georg Giesen sucht er das Gespräch mit den Kindern.

Mit einem Mikrofon am langen Kabel mischt er sich im Kirchenschiff einfach unter sie. Auf seine Frage: „Wisst ihr denn, wer ich bin?” haben viele von ihnen ganz spontan eine Antwort. Einige lädt er sogar ein, seinen Bischofsstab einmal von ganz nah zu betrachten und ihn auch selbst in die Hand zu nehmen.

„Gott, dein guter Segen” singen die Schulkinder, bevor er sie und auch alle anwesenden Kleinkinder einzeln segnet. Danach trifft er sich mit dem gesamten Lehrer-Kollegium in der Grundschule zu einem Gespräch.

Der Bischof ist in diesen Tagen weniger an seinem Sitz in Aachen als vielmehr in unserer Region anzutreffen. Der Grund dafür ist seine so genannte Visitation im Dekanat Heinsberg-Waldfeucht. Seit 31. Oktober ist er hier bereits unterwegs.

Noch bis zum 24. November besucht er zahlreiche Kindergärten und Grundschulen. Er war in der Heinsberger Hauptschule, in der Realschule und im Kreisgymnasium zu Gast.

Er sucht das Gespräch mit Lehrern ebenso wie mit den Mitarbeitern kirchlicher Einrichtungen: mit Pfarrern, mit Gemeindereferenten, mit Kirchenvorständen oder Pfarrgemeinderäten. Fast 100 verschiedene Termine finden sich in seinem umfangreichen Besuchsprogramm.

An vielen Orten hat er in den Pfarrkirchen gefirmt: In Herz-Jesu Obspringen, St. Klemens Braunsrath, St. Nikolaus Waldenrath, St. Mariä Rosenkranz Straeten, St. Mariä Schmerzhafte Mutter Unterbruch, St. Lambertus Waldfeucht und St. Nikolaus Rurkempen sowie in der Justizvollzugsanstalt in Heinsberg war er schon.

Unterbrochen von einer Mittagspause, die der Bischof meist im Klarissenkloster Maria Lind verbringt, besuchte und besucht er an seinen oft langen Tagen in der Region viele kirchliche Institutionen, wie etwa die Regionalstelle oder die Beratungsstelle für Ehe-, Familien und Lebensfragen in Heinsberg.

Er war oder ist in Altenheimen zu Gast, besucht aber auch ganz weltliche Einrichtungen: so etwa das Städtische Krankenhaus und die Eisfabrik in Haaren. Seine Visitation führte ihn auch in die Waldfeuchter Gemeindeverwaltung.

Am kommenden Freitag wird er im Heinsberger Rathaus Gespräche führen. Am Samstag besucht er zudem eine Sinti-Familie, die im Dekanat lebt. Den Abschluss seiner Visitation bildet am 24. November eine Konferenz mit allen pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Mitgliedern des Dekanatsrates im Pfarrheim in Braunsrath.