Bewohner fürchten um ihre Sicherheit

Bewohner fürchten um ihre Sicherheit

Erkelenz (an-o) - Angekündigt war der monatliche CDU-Stammtisch in der Stadthalle ohne ein besonderes Thema. Das war aber schnell gefunden und hieß Straßenbeleuchtung. Und darüber wurde dann kontrovers diskutiert.

Seit einiger Zeit verlöschen die Straßenlaternen in Erkelenz schon um 22.30 Uhr. Dann wird es dunkel im Erka-Städtchen, und etliche Mitbürger finden das nicht gut. Karin Mainka hatte sich inzwischen beim Technischen Beigeordneten Ansgar Lurweg erkundigt und erfahren, dass durch die Maßnahme der Verwaltung, ab 22.30 Uhr nur noch "punktuelle Beleuchtung" eingeschaltet zu lassen, 35.000 Euro im Jahr eingespart werden können. Er versicherte der Ortsverbandsvorsitzenden, dass jeder Beschwerde über die Änderung nachgegangen und teilte zudem mit, dass freitags, samstags und sonntags die Beleuchtung erst um 23 Uhr herunter gefahren werde.

Haushaltsberatung

Der Ansicht einiger Bürger, dazu hätte es eines Ratsbeschlusses bedurft, begegnete Ratsherr Steingießer mit dem Hinweis, im Rahmen der Haushaltsberatungen seien Einsparungen beschlossen worden und deshalb sei kein erneuter Beschluss erforderlich gewesen. Allerdings wurde eine Information, dass nach längeren Abendveranstaltungen die geparkten Autos auf dem Schulhof der Hauptschule völlig im Dunkeln gesucht wurden und auch der Durchgang zwischen Stadthalle und Schule für Ängstliche wenig einladend ist, zum Anlass genommen, hier Änderungen anzuregen.

Beim Abendspaziergang

Weil eine Bürgerin kürzlich beim Abendspaziergang im Bereich Pestalozzischule und Cornelius-Burgh-Gymnasium von Jugendlichen angegriffen worden war und sich nun nicht mehr in die Gegend traut, prophezeite ein Teilnehmer, dass es bald noch unsicherer in Erkelenz werden könne, wenn demnächst nur noch ein Funkwagen fahre, wie er erfahren haben will. "Ich werde einen kleinen Waffenschein beantragen" erklärte ein aufgebrachtes CDU-Mitglied und ließ auch den Rat, doch immer eine Taschenlampe mitzuführen, nicht gelten.

Zur sachlichen Frage, wo denn Kosten gespart werden könnten, wenn nicht bei der Beleuchtung, fanden die Stammtischler allerdings auch keine befriedigende Antwort.