Wassenberg: Betty-Reis-Gesamtschule gewinnt erneut 12.000 Euro

Wassenberg : Betty-Reis-Gesamtschule gewinnt erneut 12.000 Euro

Zwei Mal wurde der Preis „Gute gesunde Schule” von der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen bisher vergeben, und beide Male gehörte die Betty-Reis-Gesamtschule in Wassenberg zu den Preisträgern.

Wie bereits im vergangenen Jahr hat die Schule erneut 12.000 Euro erhalten, um Programme für die Gesundheit von Lehrern, Schülern und weiteren Mitarbeitern der Schule zu fördern.

Insgesamt 335 Schulen hatten sich in diesem Jahr beworben. „Wer zum zweiten Mal hintereinander zu den Preisträgern gehören wollte, musste sein Engagement quasi um 100 Prozent steigern”, erklärt Maria Sieberg, Koordinatorin „Beratung” und Leiterin des Arbeitskreises „Gesunde Schule”. Das sei ihr aber nicht schwer gefallen, fügt sie lächelnd hinzu.

Projekte mit dem Ziel, die Gesundheit aller an der Schule zu fördern und damit zugleich die Schulqualität zu verbessern, gebe es an der Betty-Reis-Gesamtschule schon seit mehr als zehn Jahren. So sei es leicht gewesen, nach den zehn Projekten im vergangenen Jahr für dieses Jahr zehn weitere zu benennen, in denen die Schule aktiv sei.

Im vergangenen Jahr hatte man sich zum Beispiel mit der Situation der Toiletten befasst und diese im Rahmen der Projektwoche verschönert. Ferner wurden ein Lehrerarbeitsraum und eine Teestube für die Schüler eingerichtet. „Seit vielen Jahren schon kommt eine Mitarbeiterin des Gesundheitsamts monatlich zu einer Jugend-Schulsprechstunde zu uns”, erklärt Sieberg ein weiteres Beispiel. „Bei uns greifen mehrere Konzepte ineinander.”

Die 12.000 Euro aus dem vergangenen Jahr sind gerade erst ausgegeben. „Das liegt allein daran, dass wir an unserer Schule ein hohes Maß an demokratischer Mitwirkung auch von Schülern und Eltern pflegen”, sagt Schulleiter Heinrich Spiegel. Aber Pläne mit der neuen Finanzspritze für weitere Projekte gibt es auch schon. So soll etwa in der Mensa dauerhaft eine Salatbar eingerichtet werden.

Dass das Engagement für eine gesunde Schule nicht nur bei den Schülern, sondern auch bei den Lehrer gut ankommt, bestätigt Thomas Kranz als Vorsitzender des Lehrerrates. „Die Lehrer wissen um die Projekte und tragen sie mit”, sagt er. Ob sich die Schule jetzt gleich wieder bewerben wird, steht noch nicht fest. „Man darf nur drei Mal teilnehmen”, sagt Sieberg.

„Gerade in der heutigen Zeit hat ein solches Programm enormes Gewicht”, lobte Bürgermeister Manfred Winkens das Engagement der Schule nach der Preisverleihung. Er sei als Kind immer draußen gewesen, erinnerte er sich. Als er dann als Lehrer an die Schule zurückgekehrt sei, habe er mit Erschrecken festgestellt, wie sich die Gesellschaft doch verändert habe.