Kreis Heinsberg: Betroffenen im Umgang mit HIV helfen

Kreis Heinsberg : Betroffenen im Umgang mit HIV helfen

„HIV-Life” lautet der Titel eines ab sofort regelmäßig erscheinenden Infobriefes der HIV-Gruppe im Kreis Heinsberg. Damit bieten die Mitglieder dieser Selbsthilfegruppe, die sich an jedem ersten Dienstag im Monat im Gesundheits- und Sozialzentrum der Arbeiterwohlfahrt in Hückelhoven trifft, „viel mehr als nur trockene Informationen”.

Vielmehr geben darin von HIV und Aids betroffene Menschen und deren Angehörige gleichermaßen ihre persönlichen Erfahrungen weiter und versuchen so, auch anderen im Umgang damit zu helfen.

In der Erstausgabe wird auf dem mit der roten Schleife als Symbol der Solidarität gestalteten Titelblatt auf die Gefühle und Fragen eingegangen, die Personen beschäftigen, die mit der Diagnose „HIV-positiv” konfrontiert werden. „Warum ich?”, „Wie geht es weiter?” und „Wann muss ich sterben?” seien einige der häufig gestellten Fragen, die jedoch niemand beantworten könne.

Gleichzeitig stelle sich, so der Autor, „ein Gefühl der Einsamkeit ein, man will sich einfach nur wegschließen und abkapseln”. Man stelle sich die Frage, wer diese Gefühle nachempfinden könne. Eine Antwort dafür liefert „HIV-Life”: „Nur jemand, der dieses Gefühl bereits kennt.” Und solche findet man in der HIV-Gruppe, wo man unter sich und offen über alles reden und andere um Rat fragen kann.

„HIV-Life” ist erhältlich im AWO-Gesundheits- und Sozialzentrum in Hückelhoven (Bauerstraße 38) und bei der dortigen Aids-Beratung sowie bei den Mitglieder der HIV-Gruppe, außerdem bei vielen Ärzten und Apotheken im Kreis.

Infos über die Gruppe gibt es montags bis freitags (9 bis 11.30 und 19.30 bis 21 Uhr) unter 01520/6186112, E-Mail: HIV-Gruppe.Heinsberg@t-online.de. Die Gruppe trifft sich an jedem ersten Dienstag im Monat (18 Uhr) im Hückelhovener Zentrum.